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KardiologieKlinischer Text
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wir berichten über Herrn Hans-Peter Müller, geb. 12.05.1956, der sich vom 01.11. bis 08.11.2023 in unserer stationären kardiologischen Behandlung befand. Diagnosen: 1. Akut dekompensierte chronische Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF), NYHA III 2. Permanentes Vorhofflimmern 3. Arterielle Hypertonie 4. Chronische Niereninsuffizienz Stadium 3a (nach KDIGO) Anamnese und Verlauf: Die Aufnahme erfolgte bei akuter Dekompensation der bekannten Herzinsuffizienz. Klinisch imponierten bei Aufnahme ausgeprägte prätibiale Ödeme beidseits sowie eine progrediente Belastungsdyspnoe. In der transthorakalen Echokardiographie dokumentierten wir eine hochgradig reduzierte linksventrikuläre Pumpfunktion mit einer Ejektionsfraktion von 32 %. Zum Ausschluss einer koronaren Ischämie als Ursache der Dekompensation führten wir eine Koronarangiographie durch, welche eine relevante stenosierende koronare Herzkrankheit ausschloss. Laborchemisch zeigte sich initial ein deutlich erhöhtes NT-proBNP von 4500 pg/ml. Das Serum-Kreatinin lag bei 1,4 mg/dl, was einer GFR von 52 ml/min entspricht. Unter forcierter diuretischer Therapie mit Furosemid 40 mg i.v. konnte eine effektive Entwässerung und klinische Rekompensation erreicht werden. Wir stellten die Medikation leitliniengerecht auf die prognoseverbessernde Vierersäule um: Neu angesetzt wurden Sacubitril/Valsartan 24/26 mg (1-0-1) sowie Empagliflozin 10 mg (1-0-0). Die vorbestehende Betablocker-Therapie mit Bisoprolol 2,5 mg wurde fortgeführt. Zur Schlaganfallprophylaxe bei Vorhofflimmern besteht eine Indikation zur oralen Antikoagulation, welche wir mit Apixaban 5 mg (1-0-1) fortführten. Bei Entlassung war der Patient klinisch stabil, ödemfrei und kompensiert. Der Blutdruck war mit Werten um 125/75 mmHg gut eingestellt. Wir empfehlen eine zeitnahe Kontrolle der Retentionsparameter und Elektrolyte durch den Hausarzt in einer Woche.
Ground Truth
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