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summ_033

Onkologiekomplex

Klinischer Text

Klinik für Hämatologie und Onkologie Universitätsklinikum am Stadtwald Direktor: Prof. Dr. med. K. L. Muster Entlassungsbericht Patient: Hans-Jürgen Müller, geb. 12.05.1956 Anschrift: Eichenweg 12, 12345 Beispielstadt Station: 4b (Onkologie) Aufnahme: 10.05.2024 Entlassung: 22.05.2024 Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wir berichten über den o. g. Patienten, der sich vom 10.05. bis 22.05.2024 in unserer stationären Behandlung befand. Diagnosen: 1. Rezidiviertes, metastasiertes Adenokarzinom des Sigmas (pT3, pN2a, M1 HEP/PUL, G3), Erstdiagnose 03/2022. 2. Aktueller Progress unter Zweitlinientherapie mit FOLFIRI und Cetuximab (pulmonal). 3. Febrile Neutropenie (CTCAE Grad 4) nach dem 4. Zyklus FOLFIRI (Nadir-Phase). 4. Akutes Nierenversagen (AKI) Stadium I auf dem Boden einer chronischen Niereninsuffizienz (Stadium G3a A2 nach KDIGO, Baseline-Kreatinin 1,3 mg/dl). 5. Absolute Arrhythmie bei Vorhofflimmern (CHA2DS2-VASc: 4, HAS-BLED: 3). 6. Erosive Gastritis mit intermittierender gastrointestinaler Blutung (Hb-Abfall während des Aufenthalts). 7. Insulinpflichtiger Diabetes mellitus Typ 2 (HBA1c zuletzt 7,8%). 8. Arterielle Hypertonie. Anamnese: Die stationäre Aufnahme erfolgte als Notfallvorstellung bei bekanntem metastasiertem Sigma-Karzinom. Der Patient stellte sich 8 Tage nach dem letzten Zyklus der palliativen Chemotherapie (FOLFIRI/Cetuximab) mit Fieber bis 39,4 °C, Schüttelfrost und allgemeiner körperlicher Schwäche vor. Zudem klagte er über seit zwei Tagen bestehende, wässrige Diarrhöen (ca. 4-5 Episoden pro Tag). Aufnahmebefund: 68-jähriger Patient in reduziertem Allgemeinzustand (ECOG 2). Körpergewicht 74 kg bei 178 cm. Blutdruck 105/65 mmHg, Puls 112/min (arrhythmisch), Temperatur 39,2 °C. Pulmo: Vesikuläratmen, keine Rasselgeräusche. Cor: Absolute Arrhythmie, Herztöne rein. Abdomen: Weich, diffus druckdolent, keine Abwehrspannung, Darmgeräusche lebhaft. Haut/Schleimhaut: Trocken, belegte Zunge. Diagnostik und Laborparameter: Labor bei Aufnahme: Leukozyten 0,35 /nl (Nadir), Hämoglobin 10,2 g/dl, Thrombozyten 88 /nl. CRP 184 mg/l. Kreatinin 1,92 mg/dl (GFR 34 ml/min), Harnstoff 92 mg/dl. Procalcitonin 2,4 ng/ml. Elektrolyte im Normbereich außer leichtem Kaliummangel (3,3 mmol/l). CEA aktuell 11,8 ng/ml (im Vergleich zum Vormonat 44,2 ng/ml deutlich rückläufig). Bildgebung: Ein im Verlauf (15.05.) durchgeführtes CT-Thorax/Abdomen zeigte im Vergleich zur Voruntersuchung vom März eine neue, suspekte noduläre Raumforderung (ca. 9 mm) im rechten Lungenunterlappen (Segment 8), während die bekannten Leberfiliae größenkonstant bzw. leicht regredient erschienen (max. 2,4 cm vs. 2,8 cm). Eine CT-gesteuerte Biopsie des neuen Lungenherdes erfolgte am 18.05. Therapie und Verlauf: Initial erfolgte bei febriler Neutropenie die sofortige Anlage einer empirischen Breitband-Antibiose mit Piperacillin/Tazobactam 4,5 g i.v. (1-1-1, dosisadaptiert an GFR). Unter zusätzlicher Gabe von G-CSF (Filgrastim 30 Mio. IE s.c. 1x tgl. über 5 Tage) stabilisierten sich die Leukozytenwerte bis zum 16.05. auf 4,2 /nl. Die Blutkulturen blieben ohne Keimnachweis. Am 13.05. kam es zu einer Komplikation in Form von Teerstuhl und einem konsekutiven Hämoglobinabfall auf 7,8 g/dl. Die bisherige therapeutische Antikoagulation mit Apixaban 5 mg 1-0-1 (wegen Vorhofflimmern) wurde pausiert. In der durchgeführten Ösophagogastroduodenoskopie (14.05.) zeigten sich multiple hämorrhagische Erosionen im Korpus und Antrum (erosive Gastritis), jedoch keine arterielle Spritzblutung. Wir begannen eine Therapie mit Pantoprazol 40 mg 1-0-1 i.v., später p.o. Aufgrund des erhöhten Blutungsrisikos unter Chemotherapie und der fluktuierenden Nierenfunktion stellten wir die Antikoagulation dauerhaft auf eine prophylaktische Gabe von Enoxaparin (Clexane) 40 mg 1x1 s.c. um. Eine therapeutische Re-Antikoagulation sollte erst nach vollständiger Abheilung der Gastritis und stabilen Thrombozytenwerten > 50 /nl erwogen werden. Bezüglich des Diabetes mellitus musste die Medikation aufgrund des akuten Nierenversagens angepasst werden. Metformin wurde abgesetzt und der Patient auf ein intensiviertes Insulin-Schema (Basis-Bolus) umgestellt. Die Nierenwerte besserten sich unter forcierter Hydrierung (Sterofundin 2000 ml/24h initial) deutlich (Kreatinin bei Entlassung 1,42 mg/dl). Besonderes Augenmerk verdient die Diskrepanz zwischen dem sinkenden Tumormarker CEA (von 44 auf 11 ng/ml) und dem radiologischen Befund des neuen Lungenrundherdes. Ob es sich hierbei um eine neue Metastasierung trotz biochemischem Ansprechen oder um eine entzündliche Veränderung (evtl. im Rahmen der Neutropenie) handelt, bleibt abzuwarten. Empfehlungen und Procedere: - Laborkontrolle (BB, Diff, Kreatinin, Elektrolyte) beim Hausarzt am 24.05.2024. - Fortführung von Pantoprazol 40 mg 1-0-1 p.o. für vorerst 4 Wochen. - Antikoagulation: Aktuell nur Prophylaxe mit Enoxaparin 40 mg 1x1 s.c. Eine Aufdosierung auf therapeutische Spiegel (z.B. 2x 0,7 ml) bei Vorhofflimmern ist bei stabilem Hb und fehlendem Teerstuhl in ca. 10 Tagen unter engmaschiger Kontrolle zu diskutieren. - Onkologische Wiedervorstellung am 28.05.2024 zur Besprechung des Histologie-Ergebnisses der Lungenbiopsie und Planung des 5. Zyklus FOLFIRI. Aufgrund der Toxizität (Neutropenie Grad 4) ist eine Dosisreduktion um 25% für den nächsten Zyklus vorgesehen. - Metformin bleibt bis zur stabilen GFR > 45 ml/min pausiert; Fortführung des Insulin-Schemas. Medikation bei Entlassung: 1. Ramipril 5 mg 1-0-0 p.o. 2. Bisoprolol 2,5 mg 1-0-0 p.o. 3. Pantoprazol 40 mg 1-0-1 p.o. 4. Enoxaparin (Clexane) 40 mg 1x1 s.c. 5. Insulin Glargin (Lantus) 0-0-0-14 IE s.c. 6. Insulin Lispro (Humalog) nach BZ-Schema zu den Mahlzeiten. 7. Loperamid 2 mg bei Bedarf (max. 6/Tag). Der pathologische Befund der Lungenbiopsie vom 18.05. lag zum Zeitpunkt der Entlassung noch nicht vor und wird dem behandelnden Onkologen direkt zugestellt. Mit freundlichen kollegialen Grüßen Dr. med. F. Schmidt Oberarzt Onkologie

Ground Truth

Hauptdiagnose

Rezidiviertes, metastasiertes Adenokarzinom des Sigmas mit aktuellem Progress unter Zweitlinientherapie (FOLFIRI/Cetuximab) sowie febriler Neutropenie (Grad 4).

Therapie

Behandlung der febrilen Neutropenie mit Piperacillin/Tazobactam und Filgrastim sowie Management einer erosiven Gastritis mit Hb-Abfall (7,8 g/dl) durch Umstellung von Apixaban auf Enoxaparin 40 mg 1x1 s.c. und Gabe von Pantoprazol 40 mg 1-0-1.

Procedere

Am 24.05. Laborkontrolle (Niere, Blutbild) beim Hausarzt; am 28.05. onkologische Besprechung zur Dosisreduktion (25%) der Chemotherapie und Auswertung der Lungenbiopsie.

Offene Fragen

Die Histologie der CT-gesteuerten Lungenbiopsie vom 18.05. ist noch ausstehend; zudem besteht eine Klärungsbedürftigkeit bezüglich der Diskrepanz zwischen dem signifikant sinkenden CEA (11,8 ng/ml) und der neuen pulmonalen Raumforderung.

Modell-Ergebnisse (11)

4.7/5
5Fakten
4Vollst.
5Präzision
Hauptdiagnose: Rezidiviertes, metastasiertes Adenokarzinom des Sigmas (pT3, pN2a, M1, G3) mit aktuellem Progress unter Zweitlinientherapie (FOLFIRI/Cetuximab).
Therapie: Bei febriler Neutropenie wurde eine empirische Breitband‑Antibiotika‑Therapie (Piperacillin/Tazobactam) und G‑CSF (Filgrastim) eingeleitet; die erosive Gastritis wurde mit Pantoprazol behandelt, die Antikoagulation von Apixaban auf prophylaktisches Enoxaparin umgestellt und das Diabetes‑Regime auf ein intensiviertes Insulin‑Basal‑Bolus‑Schema umgestellt; für den nächsten Chemotherapiezyklus ist eine Dosisreduktion um 25 % vorgesehen.
Procedere: Kontrolllabor (Blutbild, Kreatinin, Elektrolyte) am 24.05. beim Hausarzt, Fortführung von Pantoprazol 40 mg 1‑0‑1 p.o. für 4 Wochen, erneute Bewertung der Antikoagulation nach Abheilung der Gastritis und stabilen Thrombozyten (>50 nl) in ca. 10 Tagen, onkologische Wiedervorstellung am 28.05. zur Besprechung des Lungenbiopsie‑Ergebnisses und Planung des 5. Zyklus FOLFIRI mit reduzierter Dosis.
4.7/5
5Fakten
5Vollst.
4Präzision
Hauptdiagnose: Rezidiviertes, metastasiertes Adenokarzinom des Sigmas (pT3, pN2a, M1 HEP/PUL, G3) mit aktuellem Progress unter Zweitlinientherapie.
Therapie: Stationäre Behandlung einer febrilen Neutropenie CTCAE Grad 4 mit empirischer Breitband-Antibiose (Piperacillin/Tazobactam) und G-CSF (Filgrastim). Behandlung einer erosiven Gastritis mit Pantoprazol nach gastrointestinaler Blutung und Umstellung der Antikoagulation von Apixaban auf Enoxaparin zur Prophylaxe. Therapieanpassung des Diabetes mellitus durch Absetzen von Metformin und Umstellung auf ein intensiviertes Insulin-Schema aufgrund eines akuten Nierenversagens.
Procedere: Laborkontrolle beim Hausarzt am 24.05.2024. Onkologische Wiedervorstellung am 28.05.2024 zur Besprechung der Lungenbiopsie-Histologie und Planung des 5. FOLFIRI-Zyklus mit geplanter Dosisreduktion um 25%. Fortführung von Pantoprazol für 4 Wochen und Fortsetzung der Antikoagulation mit Enoxaparin 40 mg 1x1 s.c.; Aufdosierung auf therapeutische Spiegel in ca. 10 Tagen bei stabilen Bedingungen zu erwägen.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient leidet an einem rezidivierten, metastasierten Adenokarzinom des Sigmas (pT3, pN2a, M1 HEP/PUL, G3) mit radiologischem Progress unter Zweitlinientherapie.
Therapie: Während des stationären Aufenthalts wurde eine febrile Neutropenie mit empirischer Breitband-Antibiose (Piperacillin/Tazobactam) und G-CSF (Filgrastim) behandelt. Bei einer erosiven Gastritis mit Blutung wurde die Antikoagulation von Apixaban auf eine prophylaktische Enoxaparin-Gabe umgestellt und eine Therapie mit Pantoprazol begonnen. Das akute Nierenversagen wurde mit forcierter Hydrierung behandelt und die Diabetesmedikation auf ein intensiviertes Insulin-Schema angepasst.
Procedere: Es wird eine onkologische Wiedervorstellung zur Besprechung der Histologie der Lungenbiopsie und Planung des nächsten Chemotherapiezyklus (FOLFIRI mit 25%iger Dosisreduktion) empfohlen. Die Antikoagulation soll bei stabilen Bedingungen in etwa 10 Tagen auf ein therapeutisches Schema reevaluiert werden. Die Laborkontrollen und die Fortführung der Pantoprazol-Therapie sind durch den Hausarzt zu organisieren.
4.3/5
5Fakten
4Vollst.
4Präzision
Hauptdiagnose: Rezidiviertes, metastasiertes Adenokarzinom des Sigmas (pT3, pN2a, M1 HEP/PUL, G3) mit Progress unter Zweitlinientherapie (FOLFIRI/Cetuximab) und febriler Neutropenie (CTCAE Grad 4).
Therapie: Empirische Breitband-Antibiose mit Piperacillin/Tazobactam und G-CSF zur Stabilisierung der Leukozyten. Therapie der erosiven Gastritis mit Pantoprazol und Anpassung der Antikoagulation auf Enoxaparin. Anpassung der Diabetestherapie auf ein intensiviertes Insulin-Schema.
Procedere: Laborkontrolle (BB, Diff, Kreatinin, Elektrolyte) am 24.05.2024. Fortführung von Pantoprazol 40 mg 1-0-1 p.o. für 4 Wochen. Antikoagulation auf prophylaktische Dosis mit Enoxaparin, Aufdosierung bei stabilen Werten in 10 Tagen. Onkologische Wiedervorstellung am 28.05.2024 zur Besprechung der Lungenbiopsie und Planung des 5. Zyklus FOLFIRI mit Dosisreduktion um 25%.
3.0/5
4Fakten
3Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient präsentiert sich mit einem Rezidiv eines metastasierten Adenokarzinoms des Sigmas, welches unter Zweitlinientherapie (FOLFIRI/Cetuximab) progrediert ist und begleitend eine febrile Neutropenie sowie weitere Komorbiditäten aufweist.
Therapie: Der Patient erhielt eine empirische Antibiotikatherapie mit Piperacillin/Tazobactam und G-CSF zur Behandlung der febrilen Neutropenie. Zusätzlich wurde eine supportive Therapie mit forcierter Hydrierung zur Verbesserung des akuten Nierenversagens und eine Anpassung der Diabetesmedikation auf Insulin durchgeführt. Die Antikoagulation wurde aufgrund von Blutungsrisiken auf eine prophylaktische Dosis umgestellt.
Procedere: Es sind Laborkontrollen beim Hausarzt geplant, sowie eine onkologische Wiedervorstellung zur Besprechung der Histologie der Lungenbiopsie und zur Planung des weiteren Vorgehens. Eine mögliche Dosisreduktion der Chemotherapie wird in Betracht gezogen. Die Antikoagulation soll bei stabiler Situation wieder auf therapeutische Dosen erhöht werden.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Rezidiviertes, metastasiertes Adenokarzinom des Sigmas mit aktuellen Progressionen unter Zweitlinientherapie
Therapie: Der Patient erhielt eine empirische Breitband-Antibiose mit Piperacillin/Tazobactam und G-CSF aufgrund einer febrilen Neutropenie. Es wurde auch eine Therapie mit Pantoprazol wegen einer erosiven Gastritis begonnen. Die Antikoagulation wurde auf eine prophylaktische Gabe von Enoxaparin umgestellt. Der Patient wurde auf ein intensiviertes Insulin-Schema umgestellt wegen des akuten Nierenversagens und der Notwendigkeit, die Medikation für den Diabetes mellitus anzupassen.
Procedere: Es ist eine Laborkontrolle beim Hausarzt am 24.05.2024 und eine onkologische Wiedervorstellung am 28.05.2024 zur Besprechung des Histologie-Ergebnisses der Lungenbiopsie und Planung des 5. Zyklus FOLFIRI geplant. Eine Dosisreduktion um 25% für den nächsten Zyklus FOLFIRI ist vorgesehen wegen der Toxizität. Die Antikoagulation kann bei stabilem Hb und fehlendem Teerstuhl in ca. 10 Tagen unter engmaschiger Kontrolle auf therapeutische Spiegel aufgedosiert werden.
5Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Rezidiviertes, metastasiertes Adenokarzinom des Sigmas mit Progress unter Zweitlinientherapie.
Therapie: Der Patient erhielt eine empirische Breitband-Antibiose bei febriler Neutropenie, G-CSF zur Stabilisierung der Leukozytenwerte, eine Therapie mit Pantoprazol bei erosiver Gastritis und eine Anpassung der Diabetestherapie aufgrund eines akuten Nierenversagens.
Procedere: Der Patient soll am 24.05.2024 eine Laborkontrolle beim Hausarzt durchführen lassen, Pantoprazol für 4 Wochen weiter einnehmen und sich am 28.05.2024 zur onkologischen Wiedervorstellung und Besprechung des Histologie-Ergebnisses der Lungenbiopsie vorstellen.
3.0/5
5Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Rezidiviertes, metastasiertes Adenokarzinom des Sigmas mit Progress unter Zweitlinientherapie, neue suspekte noduläre Raumforderung im rechten Lungenunterlappen
Therapie: Empirische Breitband-Antibiose mit Piperacillin/Tazobactam, G-CSF, Pantoprazol zur Behandlung der erosiven Gastritis, Insulin-Schema für Diabetes mellitus Typ 2, Prophylaxe mit Enoxaparin, Loperamid bei Bedarf
Procedere: Laborkontrolle beim Hausarzt, Fortführung von Pantoprazol und Prophylaxe mit Enoxaparin, onkologische Wiedervorstellung zur Besprechung des Histologie-Ergebnisses der Lungenbiopsie und Planung des nächsten Zyklus FOLFIRI mit Dosisreduktion, Metformin bleibt pausiert
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Rezidiviertes, metastasiertes Adenokarzinom des Sigmas mit aktuellem Progress unter Zweitlinientherapie.
Therapie: Durchgeführte Therapie umfasste eine empirische Breitband-Antibiose mit Piperacillin/Tazobactam und G-CSF bei febriler Neutropenie, sowie eine Therapie mit Pantoprazol bei erosiver Gastritis. Die Antikoagulation wurde auf Enoxaparin umgestellt und die Diabetes-Medikation angepasst.
Procedere: Empfohlen wird eine Laborkontrolle beim Hausarzt, Fortführung von Pantoprazol, Antikoagulation mit Enoxaparin, onkologische Wiedervorstellung zur Besprechung des Histologie-Ergebnisses der Lungenbiopsie und Planung des nächsten Chemotherapie-Zyklus mit Dosisreduktion.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Rezidiviertes, metastasiertes Adenokarzinom des Sigmas mit Komplikationen wie febrile Neutropenie, akutem Nierenversagen und gastrointestinaler Blutung.
Therapie: Die Therapie umfasste eine empirische Antibiotikabehandlung bei febriler Neutropenie, G-CSF zur Stabilisierung der Leukozyten, Anpassung der Antikoagulation auf prophylaktisches Enoxaparin aufgrund einer erosiven Gastritis, Anpassung der Diabetesmedikation auf Insulin bei akutem Nierenversagen und forcierte Hydrierung zur Verbesserung der Nierenfunktion.
Procedere: Es wird eine Laborkontrolle beim Hausarzt empfohlen, die Pantoprazol-Therapie wird fortgesetzt, die Antikoagulation soll nach Abheilung der Gastritis und stabilen Thrombozytenwerten auf therapeutische Spiegel aufdosiert werden, und eine onkologische Wiedervorstellung zur Besprechung des Lungenbiopsie-Ergebnisses und Planung des nächsten Chemotherapiezyklus (FOLFIRI mit Dosisreduktion) ist erforderlich.
2.7/5
3Fakten
2Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Rezidiviertes, metastasiertes Adenokarzinom des Sigmas (pT3, pN2a, M1 HEP/PUL, G3), Erstdiagnose 03/2022.
Therapie: Der Patient wurde mit FOLFIRI und Cetuximab behandelt. Bei febriler Neutropenie wurde eine empirische Breitband-Antibiose mit Piperacillin/Tazobactam und G-CSF (Filgrastim) durchgeführt. Die Gastritis wurde mit Pantoprazol behandelt, die Antikoagulation wurde auf Enoxaparin reduziert. Der Diabetes mellitus wurde auf ein intensiviertes Insulin-Schema umgestellt.
Procedere: Der Patient sollte bei seinem Hausarzt am 24.05.2024 eine Laborkontrolle durchführen. Fortlaufende Pantoprazol-Therapie für 4 Wochen. Die Antikoagulation sollte bei Vorhofflimmern in ca. 10 Tagen auf therapeutische Spiegel aufdosiert werden, wenn Hb und Teerstuhl stabil sind. Eine onkologische Wiedervorstellung am 28.05.2024 zur Besprechung des Histologie-Ergebnisses der Lungenbiopsie und Planung des 5. Zyklus FOLFIRI ist geplant. Metformin bleibt bis zur stabilen GFR > 45 ml/min pausiert.
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