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summ_032

Gastroenterologiemittel

Klinischer Text

Klinikum am Stadtwald Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie Chefarzt Dr. med. T. Berner Entlassungsbericht Patient: Meyer, Hans-Joachim Geburtsdatum: 12.04.1952 Anschrift: Birkenweg 14, 80331 München Station: G2 Aufnahmedatum: 14.10.2023 Entlassungsdatum: 24.10.2023 Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege, wir berichten über den o.g. Patienten, der sich vom 14.10.2023 bis zum 24.10.2023 in unserer stationären Behandlung befand. Diagnosen: 1. Akuter Schub einer vorbekannten Colitis ulcerosa (Erstdiagnose 2018), aktuell als Linksseitenkolitis imponierend (Mayo-Score 2, klinisch und endoskopisch). 2. Persistierendes Vorhofflimmern (VHF), Erstdiagnose 2020 (CHA2DS2-VASc: 4, HAS-BLED: 2). 3. Arterielle Hypertonie Grad II. 4. Diabetes mellitus Typ 2, ED 2015, aktuell unter Metformin-Monotherapie. 5. Nosokomialer Harnwegsinfekt (HWI) durch Escherichia coli (Nachweis am 18.10.2023). 6. Bekannte Sigmoid divertikulose ohne Zeichen der akuten Divertikulitis. Anamnese: Die stationäre Aufnahme erfolgte aufgrund seit ca. 10 Tagen bestehender, blutig-schleimiger Diarrhöen (bis zu 8 Stuhlgänge/Tag) sowie krampfartiger Schmerzen im linken Unterbauch. Der Patient berichtete zudem über eine allgemeine Leistungsminderung und einen ungewollten Gewichtsverlust von ca. 4 kg in den letzten drei Wochen. Eine Erhöhung der bestehenden Mesalazin-Dosis (zuvor 2g/d) durch den Hausarzt hatte keine Besserung erbracht. An Vorerkrankungen sind ein chronisches Vorhofflimmern (unter Apixaban), ein arterieller Hypertonus sowie ein Diabetes mellitus Typ 2 bekannt. Aufnahmebefund: 71-jähriger Patient in reduziertem EZ und leicht dehydriertem AZ. Gewicht: 78 kg bei 178 cm. Blutdruck 145/90 mmHg, Herzfrequenz 92/min, arrhythmisch. Abdomen: Weich, lebhafte Darmgeräusche, deutlicher Druckschmerz über dem absteigenden Kolon und Sigmoid, keine Abwehrspannung, keine tastbaren Resistenzen. Digital-rektale Untersuchung: Blutiger Schleim am Fingerling, keine Raumforderungen tastbar. Ödeme an den Unterschenkeln beidseits (Grad I). Diagnostik: Labor bei Aufnahme: Hb 11,2 g/dl, Hämatokrit 34%, Leukozyten 12,4 Gpt/l, CRP 45,2 mg/l (Ref. <5), Kreatinin 1,1 mg/dl, GFR 68 ml/min, Kalium 3,4 mmol/l, HbA1c 7,4 %, CEA 7,8 ng/ml (Ref. <5,0). Procalcitonin: 0,08 ng/ml. Sonographie Abdomen: Wandverdickung des Colon descendens und Sigmoids bis zu 6 mm mit aufgehobener Wandschichtung. Keine freie Flüssigkeit. Gallenblase unauffällig. Ileo-Koloskopie (16.10.2023): Bis zum Coecum vorgegangen. Das terminale Ileum ist unauffällig. Ab der linken Flexur zeigt sich eine vulnerable, ödematös geschwollene Schleimhaut mit Kontaktblutungen und flächigen Erosionen. Diskrete Pseudopolypen im Sigmoid. Entnahme von Stufenbiopsien. Diagnose: Floride Colitis ulcerosa (Mayo 2). CT-Thorax/Abdomen (19.10.2023): Aufgrund des erhöhten CEA-Wertes und des Gewichtsverlustes erfolgte ein CT zum Ausschluss eines Malignoms. Befund: Kein Nachweis einer pulmonalen oder hepatischen Filialisierung. Kein Anhalt für ein kolorektales Karzinom. Bekannte Sigmoiddivertikulose. Therapie und Verlauf: Initial leiteten wir eine intravenöse Flüssigkeitssubstitution sowie eine systemische Steroidtherapie mit Prednisolon (60 mg i.v. tgl.) ein. Unter dieser Therapie kam es zu einer raschen klinischen Stabilisierung mit Reduktion der Stuhlfrequenz auf 2-3/Tag ohne Blutbeimengungen. Die Medikation wurde am 20.10.2023 auf eine orale Gabe (50 mg p.o.) umgestellt. Da es sich um den zweiten schweren Schub innerhalb von 12 Monaten unter Mesalazin handelte, haben wir nach ausführlicher Aufklärung eine Eskalation der Dauertherapie auf Azathioprin (initial 150 mg/d, entsprechend ca. 2mg/kg KG) eingeleitet. Mesalazin wurde abgesetzt. Komplikationsreich gestaltete sich der Verlauf durch das Auftreten von Fieber (38,6°C) und Dysurie am 18.10.2023. In der Urinkultur zeigte sich ein Wachstum von E. coli (sensibel auf Ciprofloxacin). Wir begannen eine antibiotische Therapie mit Ciprofloxacin 500 mg 1-0-1 über 5 Tage, worunter die Symptomatik prompt abklang. Zudem kam es nach der Koloskopie zu einer moderaten Nachblutung aus einer Biopsiestelle, die jedoch ohne Intervention sistierte; der Hb-Wert blieb stabil bei 10,8 g/dl. Eine besondere diagnostische Unsicherheit besteht hinsichtlich des erhöhten CEA-Wertes (7,8 ng/ml). Obwohl die Bildgebung (CT) und die Makroskopie der Koloskopie keinen Anhalt für ein Malignom lieferten, bleibt dieser Befund kontrollbedürftig. Möglicherweise ist die Erhöhung im Rahmen der floriden Entzündungsaktivität zu werten. Bezüglich des Diabetes mellitus musste die Metformin-Therapie aufgrund der akuten Infektsituation und der Steroidgabe vorübergehend pausiert werden. Wir stellten den Patienten auf ein intensiviertes Insulin-Schema (sliding scale) um. Zum Entlasszeitpunkt ist der Blutzucker unter Metformin 500 mg 1-0-1 wieder stabil eingestellt. Empfehlungen und Procedere: 1. Medikation bei Entlassung: - Prednisolon 40 mg (Schema: Reduktion um 5 mg alle 7 Tage bis 20 mg, dann Reduktion um 2,5 mg alle 7 Tage). - Azathioprin 150 mg 1-0-0 p.o. (Dauermedikation). - Pantoprazol 40 mg 1-0-0 (Magenschutz unter Steroiden). - Metformin 500 mg 1-0-1 p.o. - Apixaban 5 mg 1-0-1 p.o. - Ramipril 5 mg 1-0-0 p.o. 2. Kontrollen: - Engmaschige Laborkontrollen (BB, GPT, GGT, AP, Lipase) aufgrund der Azathioprin-Eskalation: zunächst wöchentlich für 4 Wochen, dann monatlich. - Wiedervorstellung beim niedergelassenen Gastroenterologen in 2 Wochen zur Besprechung der noch ausstehenden Histologie der Stufenbiopsien. - Kontrolle des CEA-Wertes in 4-6 Wochen nach Abklingen der Entzündungsaktivität. Sollte der Wert persistieren, ist eine Re-Evaluation (ggf. PET-CT) zu erwägen. - Die antibiotische Therapie mit Ciprofloxacin wurde am 23.10.2023 abgeschlossen. Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Mit freundlichen kollegialen Grüßen Dr. med. S. Fischer Assistenzärztin Dr. med. T. Berner Chefarzt

Ground Truth

Hauptdiagnose

Akuter Schub einer vorbekannten Colitis ulcerosa, aktuell als Linksseitenkolitis (Mayo-Score 2) imponierend.

Therapie

Einleitung einer systemischen Steroidtherapie (initial 60 mg Prednisolon i.v., aktuell 40 mg p.o. ausschleichend) sowie Eskalation der Basistherapie auf Azathioprin 150 mg 1-0-0 nach Mesalazin-Versagen; zusätzlich antibiotische Behandlung eines nosokomialen Harnwegsinfekts mit Ciprofloxacin 500 mg 1-0-1 über 5 Tage.

Procedere

Fortführung des Prednisolon-Ausschleichschemas (Wochenschritte), wöchentliche Laborkontrolle (BB, Leberwerte, Lipase) unter Azathioprin sowie gastroenterologische Verlaufskontrolle in 2 Wochen zur Histologiebesprechung und CEA-Kontrolle in 4-6 Wochen.

Offene Fragen

Die histologische Aufarbeitung der Stufenbiopsien steht noch aus; zudem ist die Ursache des erhöhten CEA-Wertes (7,8 ng/ml) bei unauffälligem CT unklar und bedarf einer Kontrolle nach Remission der Entzündung.

Modell-Ergebnisse (11)

3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Akuter Schub einer bekannten linksseitigen Colitis ulcerosa (Mayo-Score 2) mit blutig‑schleimiger Diarrhö und Gewichtsverlust.
Therapie: Es erfolgte eine intravenöse Flüssigkeitssubstitution und eine systemische Steroidtherapie mit Prednisolon 60 mg i.v. täglich, umgestellt auf orale Prednisolon‑Dosis mit anschließendem schrittweisen Ausschleichen. Aufgrund des zweiten schweren Schubs innerhalb von 12 Monaten wurde Mesalazin abgesetzt und eine Dauertherapie mit Azathioprin (150 mg/d) eingeleitet. Zusätzlich wurde ein nosokomialer Harnwegsinfekt mit Ciprofloxacin behandelt.
Procedere: Weiterhin Prednisolon nach Reduktionsschema, Azathioprin als Dauermedikation mit wöchentlichen Labor‑Kontrollen (4 Wochen) und anschließend monatlich, Pantoprazol zum Magenschutz, Fortführung der Antikoagulation und Antihypertensiva. Wiedervorstellung beim Gastroenterologen in 2 Wochen zur Besprechung der Histologie, Kontrolle des CEA‑Wertes in 4‑6 Wochen und ggf. weiterführende Bildgebung (PET‑CT) bei persistierendem Anstieg.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Akuter Schub einer vorbekannten Colitis ulcerosa (Linksseitenkolitis, Mayo-Score 2) bei bekanntem Vorhofflimmern, arterieller Hypertonie, Diabetes mellitus Typ 2 und nosokomialem Harnwegsinfekt.
Therapie: Es erfolgte eine intravenöse Flüssigkeitssubstitution und systemische Steroidtherapie mit Prednisolon (initial 60 mg i.v.), was zu einer raschen klinischen Stabilisierung führte. Aufgrund eines zweiten schweren Schubs unter Mesalazin wurde die Dauertherapie auf Azathioprin (150 mg/d) eskaliert. Ein nosokomialer Harnwegsinfekt mit E. coli wurde mit Ciprofloxacin über 5 Tage antibiotisch behandelt.
Procedere: Empfohlen wird eine Prednisolon-Reduktion gemäß Schema, Fortführung von Azathioprin als Dauermedikation und engmaschige Laborkontrollen. Eine Wiedervorstellung beim Gastroenterologen in 2 Wochen zur Besprechung der Histologie ist notwendig. Der erhöhte CEA-Wert sollte in 4-6 Wochen kontrolliert werden.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient wurde aufgrund eines akuten Schubs einer vorbekannten Colitis ulcerosa (Linksseitenkolitis, Mayo-Score 2) stationär aufgenommen.
Therapie: Es erfolgte eine systemische Steroidtherapie mit Prednisolon (initial i.v., dann oral), die zu einer raschen klinischen Besserung führte. Aufgrund des rezidivierenden Verlaufs wurde die Dauertherapie von Mesalazin auf Azathioprin umgestellt. Zusätzlich wurde ein nosokomialer Harnwegsinfekt mit Ciprofloxacin behandelt.
Procedere: Die Prednisolon-Dosis ist nach festem Schema auszuschleichen, Azathioprin wird als Dauermedikation fortgeführt. Es sind engmaschige Laborkontrollen unter Azathioprin sowie eine gastroenterologische Vorstellung in 2 Wochen zur Besprechung der Histologie erforderlich. Der erhöhte CEA-Wert soll in 4-6 Wochen kontrolliert werden.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Akuter Schub einer vorbekannten Colitis ulcerosa (Linksseitenkolitis, Mayo-Score 2)
Therapie: Intravenöse Flüssigkeitssubstitution, systemische Steroidtherapie mit Prednisolon (60 mg i.v. tgl., später 50 mg p.o.), Eskalation der Dauertherapie auf Azathioprin (150 mg/d), Antibiotikatherapie mit Ciprofloxacin (500 mg 1-0-1) wegen nosokomialen Harnwegsinfekts.
Procedere: Entlassmedikation: Prednisolon (Reduktionsschema), Azathioprin, Pantoprazol, Metformin, Apixaban, Ramipril. Wöchentliche Laborkontrollen für 4 Wochen, dann monatlich. Wiedervorstellung beim niedergelassenen Gastroenterologen in 2 Wochen. Kontrolle des CEA-Wertes in 4-6 Wochen.
3.3/5
5Fakten
3Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Akuter Schub einer vorbekannten Linksseitenkolitis ulcerosa mit begleitendem nosokomialen Harnwegsinfekt und persistierendem Vorhofflimmern.
Therapie: Der Patient erhielt eine intravenöse Flüssigkeitssubstitution und eine systemische Steroidtherapie mit Prednisolon, was zu einer klinischen Stabilisierung führte. Zusätzlich wurde eine antibiotische Therapie mit Ciprofloxacin wegen des Harnwegsinfekts durchgeführt und die Dauertherapie auf Azathioprin umgestellt. Der Diabetes wurde vorübergehend mit Insulin behandelt und später wieder auf Metformin umgestellt.
Procedere: Empfohlen werden engmaschige Laborkontrollen wegen der Azathioprin-Therapie, eine Wiedervorstellung beim Gastroenterologen zur Besprechung der Biopsieergebnisse und eine Kontrolle des CEA-Wertes in 4-6 Wochen. Bei Persistenz des erhöhten CEA-Wertes ist eine weitere Bildgebung in Erwägung zu ziehen.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Die Hauptdiagnose ist ein akuter Schub einer vorbekannten Colitis ulcerosa (Linksseitenkolitis) bei einem 71-jährigen Patienten.
Therapie: Der Patient wurde mit intravenöser Flüssigkeitssubstitution und systemischer Steroidtherapie mit Prednisolon behandelt, die später auf eine orale Gabe umgestellt wurde. Zusätzlich wurde Azathioprin als Dauertherapie eingeleitet, nachdem der Patient unter Mesalazin einen zweiten schweren Schub innerhalb von 12 Monaten erlebte. Eine antibiotische Therapie mit Ciprofloxacin wurde wegen eines nosokomialen Harnwegsinfekts durchgeführt.
Procedere: Es wird empfohlen, die Medikation wie vorgegeben fortzusetzen, mit regelmäßigen Kontrollen der Laborwerte und einer Wiedervorstellung beim Gastroenterologen in zwei Wochen. Eine Kontrolle des CEA-Wertes in 4-6 Wochen nach Abklingen der Entzündungsaktivität ist ebenfalls geplant, um eine mögliche Re-Evaluation zu erwägen, falls der Wert persistiert.
5Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Akuter Schub einer vorbekannten Colitis ulcerosa, aktuell als Linksseitenkolitis imponierend.
Therapie: Der Patient erhielt eine intravenöse Flüssigkeitssubstitution, eine systemische Steroidtherapie mit Prednisolon und eine Eskalation der Dauertherapie auf Azathioprin. Zudem wurde eine antibiotische Therapie mit Ciprofloxacin wegen eines nosokomialen Harnwegsinfekts durchgeführt.
Procedere: Der Patient soll Prednisolon nach einem bestimmten Schema reduzieren, Azathioprin als Dauermedikation einnehmen und engmaschige Laborkontrollen durchführen lassen. Eine Wiedervorstellung beim niedergelassenen Gastroenterologen ist in 2 Wochen geplant.
3.0/5
5Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Akuter Schub einer vorbekannten Colitis ulcerosa, aktuell als Linksseitenkolitis imponierend (Mayo-Score 2)
Therapie: Es wurde eine intravenöse Flüssigkeitssubstitution und eine systemische Steroidtherapie mit Prednisolon eingeleitet. Nach rascher klinischer Stabilisierung wurde auf eine orale Gabe umgestellt. Zusätzlich erfolgte eine Eskalation der Dauertherapie auf Azathioprin. Metformin wurde pausiert und auf ein intensiviertes Insulin-Schema umgestellt.
Procedere: Es sind engmaschige Laborkontrollen notwendig. Eine Wiedervorstellung beim niedergelassenen Gastroenterologen in 2 Wochen sowie eine Kontrolle des CEA-Wertes in 4-6 Wochen nach Abklingen der Entzündungsaktivität ist empfohlen. Die antibiotische Therapie mit Ciprofloxacin wurde abgeschlossen.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient leidet an einem akuten Schub einer vorbekannten Colitis ulcerosa, die aktuell als Linksseitenkolitis imponiert.
Therapie: Der Patient erhielt eine intravenöse Flüssigkeitssubstitution und eine systemische Steroidtherapie mit Prednisolon. Aufgrund des zweiten schweren Schubs innerhalb von 12 Monaten wurde die Dauertherapie auf Azathioprin umgestellt. Zudem wurde ein nosokomialer Harnwegsinfekt durch Escherichia coli mit Ciprofloxacin behandelt.
Procedere: Der Patient soll Prednisolon und Azathioprin weiter einnehmen und engmaschige Laborkontrollen durchführen. Eine Wiedervorstellung beim niedergelassenen Gastroenterologen in 2 Wochen zur Besprechung der Histologie der Stufenbiopsien ist notwendig. Der CEA-Wert soll in 4-6 Wochen nach Abklingen der Entzündungsaktivität kontrolliert werden.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Akuter Schub einer vorbekannten Colitis ulcerosa, der unter anderem durch einen nosokomialen Harnwegsinfekt kompliziert wurde.
Therapie: Die Therapie umfasste initial intravenöse Flüssigkeits- und Steroidsubstitution, gefolgt von einer Eskalation auf Azathioprin aufgrund des zweiten schweren Schubs innerhalb von 12 Monaten. Ein nosokomialer Harnwegsinfekt wurde mit Ciprofloxacin behandelt. Die Metformin-Therapie wurde vorübergehend pausiert und durch Insulin ersetzt, ist aber zum Entlassungszeitpunkt wieder stabilisiert.
Procedere: Es werden engmaschige Laborkontrollen aufgrund der Azathioprin-Eskalation empfohlen. Eine Wiedervorstellung beim niedergelassenen Gastroenterologen zur Besprechung der Histologie der Biopsien ist erforderlich. Der CEA-Wert soll in 4-6 Wochen nach Abklingen der Entzündungsaktivität kontrolliert werden, wobei bei Persistenz eine Re-Evaluation erwogen wird.
2.3/5
3Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Akuter Schub einer vorbekannten Colitis ulcerosa (Linksseitenkolitis, Mayo-Score 2).
Therapie: Die Patienten wurde eine intravenöse Flüssigkeitssubstitution und eine systemische Steroidtherapie mit Prednisolon eingesetzt. Die Dosis wurde später auf eine orale Gabe reduziert. Es wurde eine Eskalation auf Azathioprin eingeleitet, da es sich um den zweiten schweren Schub innerhalb von 12 Monaten unter Mesalazin handelte.
Procedere: Die Patienten sollte Medikation bei Entlassung einhalten, insbesondere Prednisolon, Azathioprin, Pantoprazol, Metformin und Apixaban. Es werden engmaschige Laborkontrollen durchgeführt, da Azathioprin eingesetzt wurde. Eine Wiedervorstellung beim niedergelassenen Gastroenterologen in 2 Wochen zur Besprechung der Histologie der Stufenbiopsien ist empfohlen. Der CEA-Wert sollte in 4-6 Wochen nach Abklingen der Entzündungsaktivität kontrolliert werden. Sollte der Wert persistieren, ist eine Re-Evaluation (ggf. PET-CT) zu erwägen.
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