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summ_023

Gastroenterologiemittel

Klinischer Text

Klinikum am Stadtwald Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie Chefarzt: Dr. med. T. Berner Entlassungsbericht Patient: Hans-Jürgen Müller Geburtsdatum: 14.05.1949 Anschrift: Eichenweg 12, 80331 München Station: G2 Aufnahmedatum: 12.05.2024 Entlassungsdatum: 19.05.2024 Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wir berichten über den oben genannten Patienten, der sich vom 12.05. bis 19.05.2024 in unserer stationären Behandlung befand. Diagnosen: 1. Akutes Ulcus ventriculi (Forrest IIb) im Bereich des mittleren Korpus bei chronischer NSAR-Einnahme - Endoskopische Blutstillung mittels Hämoclip-Applikation und Unterspritzung (Suprarenin 1:10.000) am 12.05.2024 2. Chronische Niereninsuffizienz Stadium IIIa nach KDIGO (Baseline-Kreatinin ca. 1,2 mg/dl) - Passagere Exazerbation (Acute-on-chronic) bei Aufnahme (Kreatinin 1,85 mg/dl) bei Dehydratation und Analgetika-Abusus 3. Persistierendes Vorhofflimmern - Aktuelle Antikoagulation mit Apixaban 5 mg 1-0-1 (kurzzeitig pausiert bei Blutung) - CHA2DS2-VASc Score: 4 (Alter, Hypertonie, vaskuläre Vorerkrankung, Herzinsuffizienz) 4. Arterielle Hypertonie 5. V.a. Seitengangs-IPMN (Intraduktale papillär-muzinöse Neoplasie) des Pankreaskopfes (Inzidentalbefund) - Unklare CEA-Erhöhung (4,2 ng/ml) 6. Chronisch rezidivierendes LWS-Syndrom Anamnese: Die stationäre Aufnahme erfolgte als Notfall nach Zuweisung durch den hausärztlichen Notdienst bei seit zwei Tagen bestehendem Teerstuhl (Meläna) und begleitender orthostatischer Dysregulation. Der Patient klagte zudem über epigastrische Schmerzen. In der Eigenanamnese gab Herr Müller eine chronische Einnahme von Naproxen 500 mg (bis zu 2x täglich) aufgrund eines chronischen LWS-Syndroms an. Eine Magenschutztherapie (PPI) wurde bisher nicht eingenommen. Des Weiteren besteht ein bekanntes Vorhofflimmern unter Antikoagulation mit Apixaban. Aufnahmebefund: 75-jähriger Patient in reduziertem Allgemeinzustand. Hautkolorit blass, Schleimhäute trocken. Blutdruck 105/65 mmHg, Herzfrequenz 92 bpm, arrhythmisch. Abdomen weich, Druckschmerz im Epigastrium, keine Abwehrspannung. Darmgeräusche lebhaft. Digital-rektale Untersuchung: Teerstuhl am Fingerling. Diagnostik und Verlauf: Laborchemisch zeigte sich bei Aufnahme eine relevante Anämie mit einem Hämoglobinwert von 8,1 g/dl (vorbekannt 13,5 g/dl) sowie eine Verschlechterung der Nierenfunktion (Kreatinin 1,85 mg/dl, Harnstoff 94 mg/dl). Die Elektrolyte waren weitgehend normwertig (Kalium 4,1 mmol/l, Natrium 136 mmol/l). Noch am Aufnahmetag führten wir eine Notfall-Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD) durch. Hierbei fand sich ein ca. 1,5 cm großes Ulkus im mittleren Korpus an der Hinterwand mit anhaftendem Koagel (Forrest IIb). Nach vorsichtiger Entfernung des Koagels zeigte sich eine Sickerblutung, welche durch die Applikation von zwei Hämoclips und die Injektion von 5 ml Suprarenin-Lösung (1:10.000) erfolgreich versorgt werden konnte. Es wurden Biopsien vom Ulkusrand zum Ausschluss einer Malignität entnommen (Ergebnis steht noch aus). Aufgrund der Blutung wurde die Antikoagulation mit Apixaban initial pausiert und am 15.05.2024 nach stabiler klinischer und laborchemischer Situation (Hb-Stabilität über 48h) wieder angesetzt. Die Schmerztherapie mit Naproxen wurde streng untersagt und auf Metamizol 500 mg bei Bedarf umgestellt. Unter forcierter Hydratation (Sterofundin 1000 ml/24h für 2 Tage) besserte sich die Nierenfunktion rasch (Kreatinin bei Entlassung 1,32 mg/dl). In der zur Tumorsuche (bei CEA-Erhöhung auf 4,2 ng/ml, Ref: < 3,0 ng/ml) veranlassten CT-Abdomen-Untersuchung zeigte sich kein Hinweis auf ein gastrales Malignom oder eine Metastasierung. Inzidentell wurde jedoch eine 1,2 x 0,9 cm große, lobulierte zystische Läsion im Pankreaskopf ohne Kommunikation zum Hauptgang und ohne solide Anteile detektiert, am ehesten vereinbar mit einer Seitengangs-IPMN. Aufgrund des erhöhten Tumormarkers CEA bei gleichzeitig unauffälliger Bildgebung der Lunge und des übrigen Abdomens verbleibt hier eine diagnostische Unsicherheit. Am 17.05.2024 kam es im Verlauf zu einer nosokomialen Infektion der oberen Atemwege mit leichtem Fieber (38,2 °C) und produktivem Husten. Eine kalkulierte antibiotische Therapie wurde bei fehlendem Infiltrat im Röntgen-Thorax und nur mäßig erhöhtem CRP (24 mg/l) nicht eingeleitet, darunter kam es zur spontanen Regredienz. Therapieanpassung: Die antihypertensive Therapie mit Ramipril wurde aufgrund der initialen Hypotonie und der Nierenfunktionseinschränkung von 5 mg auf 2,5 mg reduziert. Eine Wiederaufdosierung sollte erst bei stabiler Nierenfunktion (Kreatinin < 1,3 mg/dl) erfolgen. Zur Rezidivprophylaxe des Ulkus wurde Pantoprazol 40 mg fest in das Schema aufgenommen. Empfehlungen und Procedere: - Fortführung der PPI-Therapie: Pantoprazol 40 mg 1-0-1 für 4 Wochen, danach 1-0-0 dauerhaft bei notwendiger Fortführung einer (künftig streng zu indizierenden) NSAR-Therapie oder Antikoagulation. - Strenges Verbot von NSAR (wie Naproxen, Ibuprofen, Diclofenac). Schmerztherapie alternativ mit Metamizol oder Paracetamol. - Laborkontrolle (Hb, Kreatinin) beim Hausarzt am 22.05.2024. - Ambulante Kontroll-ÖGD in 4 Wochen (ca. KW 25) zur Dokumentation der Ulkusabheilung und Besprechung der ausstehenden Histologie. - MRCP (Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie) in 3 Monaten zur weiteren Charakterisierung der Pankreaszyste und Verlaufskontrolle. - Bei erneutem Teerstuhl oder epigastrischen Schmerzen umgehende Wiedervorstellung. Medikation bei Entlassung: 1. Apixaban 5 mg (Eliquis): 1-0-1 2. Pantoprazol 40 mg: 1-0-1 (für 4 Wochen, dann 1-0-0) 3. Ramipril 2,5 mg: 1-0-0 (Dosisreduktion beachten!) 4. Metamizol 500 mg: bei Bedarf bis zu 4x täglich 1 Tabl. 5. Bisoprolol 2,5 mg: 1-0-0 Mit freundlichen kollegialen Grüßen, Dr. med. M. Schmidt Oberarzt Gastroenterologie

Ground Truth

Hauptdiagnose

Akutes Ulcus ventriculi (Forrest IIb) im mittleren Korpus, verursacht durch chronische Einnahme von Naproxen bei vorbestehender Antikoagulation.

Therapie

Endoskopische Blutstillung mittels Hämoclips und Suprarenin-Unterspritzung sowie Umstellung der Medikation durch Absetzen von Naproxen, Reduktion von Ramipril auf 2,5 mg 1-0-0 wegen Nierenfunktionseinschränkung und Einleitung einer PPI-Therapie mit Pantoprazol 40 mg 1-0-1.

Procedere

Kurzfristige Laborkontrolle von Hämoglobin und Kreatinin am 22.05.2024, Durchführung einer ambulanten Kontroll-Gastroskopie in 4 Wochen zur Abheilungskontrolle sowie eine MRCP des Abdomens in 3 Monaten zur weiteren Abklärung der inzidentell gefundenen Pankreaskopfzyste.

Offene Fragen

Die endgültige Histologie der Ulkusrandbiopsien zum Malignomausschluss steht noch aus, zudem bleibt die klinische Relevanz der 1,2 cm großen Pankreaszyste in Kombination mit dem leicht erhöhten Tumormarker CEA (4,2 ng/ml) abklärungsbedürftig.

Modell-Ergebnisse (11)

4.3/5
5Fakten
4Vollst.
4Präzision
Hauptdiagnose: Akutes Ulcus ventriculi (Forrest IIb) im mittleren Korpus mit Blutung infolge chronischer NSAR‑Einnahme.
Therapie: Am Aufnahmetag erfolgte eine endoskopische Blutstillung mittels zwei Hämoclips und Suprarenin‑Injektion, die Antikoagulation mit Apixaban wurde vorübergehend pausiert und nach Stabilisierung wieder aufgenommen. Die NSAR‑Therapie wurde strikt verboten und durch Metamizol ersetzt, eine intravenöse Hydratation verbesserte die Nierenfunktion, und eine PPI‑Therapie (Pantoprazol) wurde eingeleitet. Zusätzlich wurde die antihypertensive Medikation (Ramipril) dosisreduziert.
Procedere: Weiterführung der PPI‑Therapie (Pantoprazol 40 mg 1‑0‑1 für 4 Wochen, danach 1‑0‑0) und striktes Verbot von NSAR, regelmäßige Labor‑Kontrollen (Hb, Kreatinin) beim Hausarzt, ambulante Kontroll‑ÖGD in 4 Wochen sowie MRCP in 3 Monaten zur Charakterisierung der seitengangs‑IPMN. Bei erneuten Blutungen oder epigastrischen Beschwerden sofortige Wiedervorstellung.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Akutes Ulcus ventriculi (Forrest IIb) im Bereich des mittleren Korpus bei chronischer NSAR-Einnahme mit endoskopisch versorgter Blutung.
Therapie: Notfall-Endoskopie mit Hämoclip-Applikation und Unterspritzung (Suprarenin 1:10.000) zur Blutstillung. Antikoagulation mit Apixaban wurde initial pausiert und nach Stabilisierung wieder angesetzt. Die NSAR-Medikation wurde auf Metamizol umgestellt und Pantoprazol zur Ulkusprophylaxe eingeleitet.
Procedere: Fortführung der PPI-Therapie mit Pantoprazol und ambulante Kontroll-ÖGD in 4 Wochen zur Ulkusverlaufskontrolle und Histologiebesprechung. MRCP in 3 Monaten zur Abklärung der Pankreaszyste. Laborkontrolle (Hb, Kreatinin) beim Hausarzt am 22.05.2024. Strenges NSAR-Verbot und Wiedervorstellung bei erneuten Beschwerden.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient wurde aufgrund eines akuten Ulcus ventriculi (Forrest IIb) im mittleren Korpus, verursacht durch chronische NSAR-Einnahme, mit endoskopisch versorgter Sickerblutung stationär behandelt.
Therapie: Es erfolgte eine notfallmäßige ÖGD mit endoskopischer Blutstillung mittels Hämoclip-Applikation und Unterspritzung von Suprarenin. Die Antikoagulation mit Apixaban wurde initial pausiert und nach Stabilisierung wieder angesetzt, die NSAR-Therapie wurde auf Metamizol umgestellt und eine PPI-Therapie mit Pantoprazol eingeleitet. Zudem wurde die Nierenfunktion durch forcierte Hydratation verbessert und die antihypertensive Therapie mit Ramipril dosisreduziert.
Procedere: Es wird eine ambulante Kontroll-ÖGD in 4 Wochen zur Verlaufskontrolle des Ulkus und Besprechung der Histologie empfohlen. Eine MRCP-Untersuchung in 3 Monaten soll zur weiteren Abklärung der inzidentell entdeckten Pankreaszyste erfolgen. Zudem sind Laborkontrollen beim Hausarzt sowie eine dauerhafte PPI-Einnahme und ein striktes NSAR-Verbot erforderlich.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Akutes Ulcus ventriculi (Forrest IIb) im Bereich des mittleren Korpus bei chronischer NSAR-Einnahme
Therapie: Endoskopische Blutstillung mittels Hämoclip-Applikation und Unterspritzung (Suprarenin 1:10.000). Antikoagulation mit Apixaban wurde kurzzeitig pausiert und dann wieder aufgenommen. Schmerztherapie wurde von Naproxen auf Metamizol umgestellt.
Procedere: Fortführung der PPI-Therapie (Pantoprazol) für 4 Wochen, danach dauerhaft bei notwendiger NSAR- oder Antikoagulation. Laborkontrolle (Hb, Kreatinin) am 22.05.2024. Ambulante Kontroll-ÖGD in 4 Wochen zur Dokumentation der Ulkusabheilung. MRCP in 3 Monaten zur Charakterisierung der Pankreaszyste.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Ein akutes peptisches Ulcus ventriculi (Forrest IIb) bedingt durch chronische NSAR-Einnahme, welches erfolgreich endoskopisch blutgestillt wurde.
Therapie: Der Patient erhielt eine endoskopische Blutstillung des Ulcus mittels Hämoclip-Applikation und Unterspritzung. Die Antikoagulation wurde kurzzeitig pausiert und dann wiederaufgenommen. Die Schmerztherapie wurde auf Metamizol umgestellt und eine PPI-Therapie (Pantoprazol) wurde initiiert.
Procedere: Es wird eine Fortsetzung der PPI-Therapie, ein strenges Verbot von NSAR, eine Laborkontrolle beim Hausarzt, eine ambulante Kontroll-ÖGD in 4 Wochen und eine MRCP in 3 Monaten zur weiteren Abklärung der Pankreaszyste empfohlen. Bei erneuten Beschwerden soll sich der Patient umgehend vorstellen.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Die Hauptdiagnose ist ein akutes Ulcus ventriculi (Forrest IIb) im Bereich des mittleren Korpus bei chronischer NSAR-Einnahme
Therapie: Der Patient wurde mit einer endoskopischen Blutstillung mittels Hämoclip-Applikation und Unterspritzung (Suprarenin 1:10.000) behandelt. Die Antikoagulation mit Apixaban wurde initial pausiert und nach stabiler klinischer und laborchemischer Situation wieder angesetzt. Die Schmerztherapie mit Naproxen wurde streng untersagt und auf Metamizol 500 mg bei Bedarf umgestellt.
Procedere: Es wird empfohlen, die PPI-Therapie mit Pantoprazol 40 mg fortzuführen und eine ambulante Kontroll-ÖGD in 4 Wochen durchzuführen. Eine MRCP in 3 Monaten zur weiteren Charakterisierung der Pankreaszyste und Verlaufskontrolle ist geplant. Der Patient sollte sich bei erneutem Teerstuhl oder epigastrischen Schmerzen umgehend vorstellen.
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Akutes Ulcus ventriculi (Forrest IIb) im Bereich des mittleren Korpus bei chronischer NSAR-Einnahme
Therapie: Endoskopische Blutstillung mittels Hämoclip-Applikation und Unterspritzung mit Suprarenin, Pausierung der Antikoagulation mit Apixaban, Umstellung der Schmerztherapie auf Metamizol und Beginn einer PPI-Therapie mit Pantoprazol
Procedere: Fortführung der PPI-Therapie für 4 Wochen, Laborkontrolle beim Hausarzt, ambulante Kontroll-ÖGD in 4 Wochen, MRCP in 3 Monaten zur weiteren Charakterisierung der inzidentell entdeckten Pankreaszyste
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Herr Müller wurde mit akutem Ulcus ventriculi (Forrest IIb) und chronischer Niereninsuffizienz Stadium IIIa behandelt.
Therapie: Es wurde eine endoskopische Blutstillung mittels Hämoclip-Applikation und Unterspritzung durchgeführt. Die Antikoagulation mit Apixaban wurde pausiert und nach Stabilisierung wieder aufgenommen. Die Schmerztherapie wurde von Naproxen auf Metamizol umgestellt. Zusätzlich wurde forcierte Hydratation und eine antihypertensive Therapie mit Ramipril durchgeführt.
Procedere: Es wird empfohlen, die PPI-Therapie mit Pantoprazol für 4 Wochen fortzuführen und danach bei notwendiger NSAR-Therapie oder Antikoagulation dauerhaft einzunehmen. NSAR sind strengstens verboten. Laborkontrollen (Hb, Kreatinin) sollten am 22.05.2024 erfolgen. Kontroll-ÖGD in 4 Wochen und MRCP in 3 Monaten sind geplant.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Akutes Ulcus ventriculi (Forrest IIb) im Bereich des mittleren Korpus bei chronischer NSAR-Einnahme.
Therapie: Endoskopische Blutstillung mittels Hämoclip-Applikation und Unterspritzung (Suprarenin 1:10.000). Antikoagulation mit Apixaban wurde pausiert und später wieder aufgenommen. Schmerztherapie mit Naproxen wurde durch Metamizol ersetzt. Hydratation zur Verbesserung der Nierenfunktion.
Procedere: Fortführung der PPI-Therapie mit Pantoprazol für 4 Wochen, danach dauerhaft bei Bedarf. Strenges Verbot von NSAR. Laborkontrolle beim Hausarzt am 22.05.2024. Ambulante Kontroll-ÖGD in 4 Wochen. MRCP in 3 Monaten zur Charakterisierung der Pankreaszyste.
2.7/5
2Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient wurde mit einem akuten Ulkus ventriculi, einer chronischen Niereninsuffizienz, persistierendem Vorhofflimmern und einem Inzidentalbefund einer Seitengangs-IPMN des Pankreaskopfes stationär behandelt.
Therapie: Die Therapie umfasste eine endoskopische Blutstillung des Ulkus, forcierte Hydratation zur Verbesserung der Nierenfunktion, Anpassung der Antihypertensiva und des Schmerzmanagements, sowie eine antibiotische Therapie bei einer nosokomialen Atemwegsinfektion. Die Antikoagulation mit Apixaban wurde vorübergehend pausiert und nach Stabilisierung wieder aufgenommen.
Procedere: Es wird empfohlen, die Pantoprazol-Therapie fortzusetzen, das Verzehr von NSAR zu vermeiden und die Schmerztherapie mit Metamizol oder Paracetamol durchzuführen. Eine ambulante Kontroll-ÖGD in 4 Wochen zur Überprüfung der Ulkusabheilung und eine MRCP in 3 Monaten zur Charakterisierung der Pankreaszyste sind geplant. Bei erneuten Symptomen ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt erforderlich.
2.3/5
3Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Akutes Ulcus ventriculi (Forrest IIb) im Bereich des mittleren Korpus bei chronischer NSAID-Einnahme und chronische Niereninsuffizienz Stadium IIIa.
Therapie: Der Patient wurde durch Endoskopische Blutstillung (Hämoclip-Applikation und Suprarenin-Injektion) behandelt. Die Antikoagulation mit Apixaban wurde kurzzeitig pausiert und wieder aufgenommen. Die Schmerztherapie wurde auf Metamizol umgestellt und die Hydratation wurde gestärkt. Die Nierenfunktion wurde verbessert, indem die Ramipril-Dosis reduziert wurde.
Procedere: Die PPI-Therapie mit Pantoprazol sollte fortgeführt werden, um das Ulcus zu behandeln. Der Patient sollte streng von NSAIDs absehen und stattdessen Metamizol oder Paracetamol verwenden. Eine Laborkontrolle (Hb, Kreatinin) sollte beim Hausarzt durchgeführt werden. Eine ambulante Kontroll-ÖGD in 4 Wochen ist empfohlen, um die Ulkusabheilung zu dokumentieren. MRCP in 3 Monaten ist vorgesehen, um die Pankreaszyste zu charakterisieren und den Verlauf zu überwachen.
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