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summ_014

Gastroenterologiemittel

Klinischer Text

Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie Akademisches Lehrkrankenhaus St. Marien Entlassungsbericht Patient: Hans-Joachim Müller, geb. 14.05.1956 Anschrift: Birkenweg 12, 50667 Köln Station: 4B Aufnahmedatum: 12.10.2023 Entlassungsdatum: 21.10.2023 Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege, wir berichten über den o.g. Patienten, der sich vom 12.10.2023 bis zum 21.10.2023 in unserer stationären Behandlung befand. Diagnosen: 1. Akute obere Gastrointestinalblutung (Forrest IIb) bei Ulcus ventriculi (Körpervorderwand) - Endoskopische Blutstillung mittels Clipping (3 Hemoclips) und Adrenalinunterspritzung am 12.10.23 - Rezidivblutung am 14.10.23, erneute Clipapplikation 2. Äthyltoxische Leberzirrhose (Child-Pugh B, Score 8 Pkt.) - Erstmalige Aszitesdekompensation - Sonographisch Splenomegalie und Zeichen der portalen Hypertension 3. Persistierendes Vorhofflimmern (CHA2DS2-VASc: 4) 4. Diabetes mellitus Typ 2 (HbA1c 7,4 %) 5. Hypertensive Herzkrankheit (NYHA II) 6. V.a. paraneoplastisches Geschehen bei erhöhtem CEA (6,4 ng/ml) bei aktuell unauffälliger Bildgebung Anamnese: Die stationäre Aufnahme erfolgte als Notfall bei melaenischen Stühlen seit zwei Tagen und zunehmender körperlicher Schwäche. Der Patient berichtete zudem über ein diffuses Druckgefühl im Oberbauch. An Vorerkrankungen sind eine äthyltoxische Leberzirrhose (letzter Alkoholkonsum laut Patient vor 6 Monaten) sowie ein chronisches Vorhofflimmern bekannt, weswegen er unter einer Dauermedikation mit Apixaban steht. Zudem besteht ein insulinpflichtiger Diabetes mellitus Typ 2. Aufnahmebefund: 67-jähriger Patient in reduziertem Allgemeinzustand. Hautkolorit blass, Sklerenikterus leicht ausgeprägt. Blutdruck 105/65 mmHg, Herzfrequenz 112/min (arrhythmisch). Abdomen distendiert, diffuser Druckschmerz im Epigastrium, klinisch nachweisbarer Aszites. Ödeme der unteren Extremitäten (beidseits bis Unterschenkelmitte). Digital-rektale Untersuchung: Teerstuhl am Fingerling. Diagnostik: Labor (Aufnahme): Hb 7,2 g/dl, Hämatokrit 0,22, Thrombozyten 92.000/µl, INR 1,45, Kreatinin 1,2 mg/dl, Bilirubin ges. 2,8 mg/dl, Albumin 28 g/l, CEA 6,4 ng/ml (Norm < 5,0). Gastroskopie (12.10.23): Im Antrum/Korpusübergang Vorderwand ca. 1,5 cm großes Ulcus mit aufgelagertem Koagel (Forrest IIb). Nach Abspülen Sickerblutung. Unterspritzung mit 10ml Suprarenin-Lösung (1:10.000) und Applikation von 3 Hemoclips. Erfolgreiche primäre Hämostase. Koloskopie (16.10.23): Unauffällige Schleimhautverhältnisse bis in das terminale Ileum. Kein Anhalt für Malignität oder Divertikulitis. Sonographie Abdomen: Leberzirrhose mit unregelmäßiger Oberfläche, Splenomegalie (16 cm), ausgeprägter Aszites (v.a. perihepatisch und im Unterbauch). Keine Raumforderungen der Leber (HCC-Screening negativ). CT-Thorax/Abdomen (17.10.23): Bestätigung der Zirrhosezeichen und des Aszites. Kein Nachweis einer malignitätsverdächtigen Raumforderung oder Lymphadenopathie trotz erhöhtem CEA. Therapie und Verlauf: Initial erfolgte bei hämorrhagischem Schock die Volumensubstitution sowie die Transfusion von 2 Erythrozytenkonzentraten (Ziel-Hb > 7 g/dl). Die orale Antikoagulation mit Apixaban wurde pausiert. Wir begannen eine intravenöse Hochdosis-PPI-Therapie (Pantoprazol 80mg Bolus, dann 8mg/h i.v.). Am 14.10.23 kam es zu einem erneuten Hb-Abfall auf 6,8 g/dl und einer erneuten Episode von Melena. In der Notfall-Re-Gastroskopie zeigte sich eine Sickerblutung am Ulcusrand, die durch zwei weitere Clips erfolgreich versorgt werden konnte. Im weiteren Verlauf blieb die klinische Situation stabil. Bezüglich der Zirrhosedekompensation führten wir am 15.10.23 eine diagnostische und therapeutische Aszitespunktion durch (Entlastung von 3,5 Litern, unter Albumin-Substitution 20% 50ml pro Liter Aszites). Die Untersuchung des Punktats ergab keinen Anhalt für eine spontan-bakterielle Peritonitis (Neutrophile < 250/µl). Die Diabetesmedikation (Metformin/Insulin) musste aufgrund der Nahrungskarenz und der schwankenden Resorption angepasst werden. Metformin wurde aufgrund der zeitweisen Nierenfunktionseinschränkung (Kreatinin-Peak 1,6 mg/dl) und des Interventionsrisikos abgesetzt und auf ein intensiviertes Insulinschema umgestellt. Ein Befund, der uns Sorgen bereitet, ist der erhöhte CEA-Wert von 6,4 ng/ml. Trotz CT-Diagnostik und kompletter Endoskopie konnte kein Primärtumor identifiziert werden. Es bleibt unklar, ob dies eine unspezifische Erhöhung im Rahmen der Leberzirrhose darstellt oder ein okkultes Malignom vorliegt. Empfehlungen und Procedere: - Fortführung der PPI-Therapie: Pantoprazol 40 mg 1-0-1 für zunächst 4 Wochen, danach 40 mg 1-0-0. - Wiederaufnahme der Antikoagulation mit Apixaban 5 mg 1-0-1 ab dem 26.10.23 (10 Tage nach der letzten Blutung), sofern keine erneute Melena auftritt. - Diuretische Therapie: Spironolacton 100 mg 1-0-0, bei Bedarf zusätzlich Furosemid (derzeit pausiert bei stabilem Gewicht). - Eine Kontroll-Gastroskopie zur Beurteilung der Ulcusheilung und zum Ausschluss einer Malignität (Biopsien wurden entnommen, Ergebnis bei Entlassung noch ausstehend) sollte in 4 Wochen erfolgen. - CEA-Verlaufskontrolle in 6 Wochen beim Hausarzt. - Engmaschige sonographische Kontrollen der Leber (HCC-Screening alle 6 Monate). Wir entlassen den Patienten in gebessertem Allgemeinzustand in Ihre weitere ambulante Betreuung. Mit freundlichen kollegialen Grüßen Dr. med. F. Schmidt Oberarzt i.A. M. Weber Assistenzarzt

Ground Truth

Hauptdiagnose

Akute obere Gastrointestinalblutung aus einem Ulcus ventriculi (Forrest IIb) bei dekompensierter äthyltoxischer Leberzirrhose (Child B).

Therapie

Zweimalige endoskopische Blutstillung mittels Clipping und Suprarenin-Unterspritzung nach Rezidivblutung am 14.10.; Einleitung einer PPI-Therapie (Pantoprazol 40mg 1-0-1) und therapeutische Aszitespunktion (3,5l) unter Albumin-Substitution.

Procedere

Gastroskopische Befundkontrolle in 4 Wochen zur Sicherung der Ulcusheilung; Wiederaufnahme von Apixaban 5mg 1-0-1 ab dem 26.10.23; sonographische Verlaufskontrolle des Aszites und HCC-Screening alle 6 Monate.

Offene Fragen

Die Dignität des Magenulcus bleibt bis zum Eintreffen der histologischen Biopsiebefunde ungeklärt; zudem ist die Ursache des erhöhten Tumormarkers CEA (6,4 ng/ml) trotz unauffälliger Bildgebung (CT) unklar und bedarf einer Kontrolle in 6 Wochen.

Modell-Ergebnisse (11)

4.0/5
4Fakten
4Vollst.
4Präzision
Hauptdiagnose: Akute obere Gastrointestinalblutung (Forrest IIb) bei Ulcus ventriculi (Körpervorderwand) im Kontext einer äthyltoxischen Leberzirrhose.
Therapie: Endoskopische Blutstillung mit drei Hemoclips und Adrenalinunterspritzung, bei Rezidiv erneut Clipapplikation; intravenöse Hochdosis-PPI, Bluttransfusionen und Volumensubstitution, vorübergehende Pausierung von Apixaban, diagnostische Aszitespunktion mit Albumin‑Substitution sowie Umstellung der Diabetesmedikation auf ein intensiviertes Insulinschema.
Procedere: Fortführung der PPI‑Therapie (Pantoprazol 40 mg 1‑0‑1 für 4 Wochen, dann 1‑0‑0), Wiederaufnahme von Apixaban ab dem 26.10.23 bei fehlender erneuter Blutung, diuretische Einstellung mit Spironolacton (bei Bedarf Furosemid), Kontroll‑Gastroskopie in 4 Wochen inkl. Biopsieauswertung, CEA‑Kontrolle in 6 Wochen und halbjährliches HCC‑Screening per Sonographie.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Akute obere Gastrointestinalblutung (Forrest IIb) bei Ulcus ventriculi.
Therapie: Initial erfolgte eine Volumensubstitution und Transfusion von Erythrozytenkonzentraten. Die endoskopische Blutstillung wurde mittels Clipping und Adrenalinunterspritzung durchgeführt, bei Rezidivblutung erfolgte eine erneute Clipapplikation. Zusätzlich wurde eine intravenöse Hochdosis-PPI-Therapie mit Pantoprazol eingeleitet. Bei Aszitesdekompensation wurde eine therapeutische Parazentese mit Albumin-Substitution durchgeführt.
Procedere: Fortführung der PPI-Therapie mit Pantoprazol für 4 Wochen. Wiederaufnahme der Antikoagulation mit Apixaban ab dem 26.10.23, sofern keine erneute Blutung auftritt. Kontroll-Gastroskopie in 4 Wochen zur Beurteilung der Ulcusheilung. CEA-Verlaufskontrolle in 6 Wochen und engmaschiges HCC-Screening alle 6 Monate.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient wurde aufgrund einer akuten oberen Gastrointestinalblutung (Forrest IIb) bei Ulcus ventriculi stationär aufgenommen.
Therapie: Es erfolgte eine endoskopische Blutstillung mittels Clipping und Adrenalinunterspritzung sowie bei Rezidivblutung eine erneute Clipapplikation. Zusätzlich wurden eine Volumensubstitution, Erythrozytentransfusionen, eine intravenöse Hochdosis-PPI-Therapie und eine Aszitespunktion mit Albumin-Substitution durchgeführt.
Procedere: Empfohlen werden die Fortführung der PPI-Therapie, die Wiederaufnahme der Antikoagulation nach 10 Tagen, eine diuretische Therapie, eine Kontroll-Gastroskopie in 4 Wochen, eine CEA-Verlaufskontrolle in 6 Wochen und engmaschige sonographische Leberkontrollen.
3.3/5
5Fakten
2Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Akute obere Gastrointestinalblutung (Forrest IIb) bei Ulcus ventriculi (Körpervorderwand)
Therapie: Endoskopische Blutstillung mittels Clipping und Adrenalinunterspritzung, Transfusion von 2 Erythrozytenkonzentraten, intravenöse Hochdosis-PPI-Therapie (Pantoprazol). Bei Rezidivblutung erneute Clipapplikation.
Procedere: Fortführung der PPI-Therapie, Wiederaufnahme der Antikoagulation mit Apixaban ab dem 26.10.23, diuretische Therapie, Kontroll-Gastroskopie in 4 Wochen, CEA-Verlaufskontrolle in 6 Wochen, sonographische Kontrollen der Leber alle 6 Monate.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient erlitt eine akute obere Gastrointestinalblutung durch ein Ulcus ventriculi bei vorbestehender äthyltoxischer Leberzirrhose.
Therapie: Es erfolgte eine endoskopische Blutstillung des Ulcus mittels Clipping und Adrenalinunterspritzung, die aufgrund einer Rezidivblutung wiederholt werden musste. Zusätzlich wurde eine Volumensubstitution mit Erythrozytenkonzentraten durchgeführt, eine intravenöse PPI-Therapie eingeleitet und eine Aszitespunktion mit Albumin-Substitution zur Dekompensation der Leberzirrhose durchgeführt.
Procedere: Empfohlen wird die Fortführung der PPI-Therapie, die Wiederaufnahme der Antikoagulation mit Apixaban nach 10 Tagen, eine diuretische Therapie mit Spironolacton und bei Bedarf Furosemid, sowie eine Kontroll-Gastroskopie in 4 Wochen. Zudem sind eine CEA-Verlaufskontrolle und engmaschige sonographische Leberkontrollen (HCC-Screening) vorgesehen.
3.7/5
5Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Die Hauptdiagnose ist eine akute obere Gastrointestinalblutung bei Ulcus ventriculi mit Forrest IIb-Klassifikation
Therapie: Der Patient wurde mit endoskopischer Blutstillung mittels Clipping und Adrenalinunterspritzung behandelt, sowie mit einer intravenösen Hochdosis-PPI-Therapie und einer Volumensubstitution. Es wurden auch zwei Erythrozytenkonzentrate transfundiert. Die orale Antikoagulation mit Apixaban wurde pausiert und die Diabetesmedikation angepasst.
Procedere: Es wird empfohlen, die PPI-Therapie mit Pantoprazol fortzuführen, die Antikoagulation mit Apixaban nach 10 Tagen wieder aufzunehmen und eine diuretische Therapie mit Spironolacton durchzuführen. Eine Kontroll-Gastroskopie sollte in 4 Wochen erfolgen und der CEA-Verlauf sollte in 6 Wochen kontrolliert werden.
5Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Akute obere Gastrointestinalblutung bei Ulcus ventriculi mit endoskopischer Blutstillung.
Therapie: Der Patient erhielt eine endoskopische Blutstillung mittels Clipping und Adrenalinunterspritzung, eine intravenöse Hochdosis-PPI-Therapie, eine Aszitespunktion und eine Anpassung seiner Diabetesmedikation. Zudem wurde eine Volumensubstitution und Transfusion von Erythrozytenkonzentraten durchgeführt. Die orale Antikoagulation mit Apixaban wurde pausiert.
Procedere: Es ist eine Fortführung der PPI-Therapie für zunächst 4 Wochen geplant, danach eine Dosisreduktion. Die Antikoagulation mit Apixaban soll 10 Tage nach der letzten Blutung wieder aufgenommen werden. Eine Kontroll-Gastroskopie zur Beurteilung der Ulcusheilung ist in 4 Wochen vorgesehen.
3.0/5
5Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Akute obere Gastrointestinalblutung (Forrest IIb) bei Ulcus ventriculi und äthyltoxische Leberzirrhose (Child-Pugh B, Score 8 Pkt.)
Therapie: Blutstillung durch Clipping und Adrenalinunterspritzung, Volumensubstitution, Hochdosis-PPI-Therapie, diagnostische und therapeutische Aszitespunktion, Anpassung der Diabetesmedikation. Pausierung der oralen Antikoagulation mit Apixaban.
Procedere: Fortführung der PPI-Therapie, Wiederaufnahme der Antikoagulation mit Apixaban, diuretische Therapie, Kontroll-Gastroskopie zur Ulcusbeurteilung, CEA-Verlaufskontrolle, engmaschige sonographische Leberkontrollen.
3.0/5
5Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Akute obere Gastrointestinalblutung bei Ulcus ventriculi (Körpervorderwand) bei einem Patienten mit äthyltoxischer Leberzirrhose.
Therapie: Durchgeführte Therapie umfasste eine endoskopische Blutstillung mittels Clipping und Adrenalinunterspritzung, Volumensubstitution, Transfusion von Erythrozytenkonzentraten, intravenöse Hochdosis-PPI-Therapie, diagnostische und therapeutische Aszitespunktion sowie Anpassung der Diabetesmedikation.
Procedere: Fortführung der PPI-Therapie, Wiederaufnahme der Antikoagulation mit Apixaban, diuretische Therapie, Kontroll-Gastroskopie in 4 Wochen, CEA-Verlaufskontrolle in 6 Wochen und engmaschige sonographische Kontrollen der Leber.
3.3/5
4Fakten
3Vollst.
3Präzision
Hauptdiagnose: Der Patient wurde mit einer akuten oberen Gastrointestinalblutung aufgrund eines Ulcus ventriculi im Kontext einer äthyltoxischen Leberzirrhose und einer Aszitesdekompensation stationär behandelt.
Therapie: Die Therapie umfasste eine initiale Volumensubstitution und Transfusion zur Behandlung des hämorrhagischen Schocks, gefolgt von einer intravenösen Hochdosis-PPI-Therapie zur Reduktion der Magensäuresekretion. Die Blutung wurde endoskopisch durch Clipping gestillt. Die Aszites wurde durch eine Aszitespunktion dekompensiert. Die Diabetesmedikation wurde aufgrund der Nahrungskarenz angepasst.
Procedere: Es wird empfohlen, die PPI-Therapie fortzusetzen, die Antikoagulation mit Apixaban nach einer Kontrollgastroskopie wieder aufzunehmen und eine diuretische Therapie mit Spironolacton und bei Bedarf Furosemid einzuleiten. Eine Kontrollgastroskopie zur Beurteilung der Ulcusheilung und zum Ausschluss einer Malignität ist in 4 Wochen geplant, sowie eine CEA-Verlaufskontrolle in 6 Wochen.
2.3/5
3Fakten
2Vollst.
2Präzision
Hauptdiagnose: Akute obere Gastrointestinalblutung (Forrest IIb) bei Ulcus ventriculi (Körpervorderwand) und Äthyltoxische Leberzirrhose (Child-Pugh B, Score 8 Pkt.)
Therapie: Die Patienten wurde eine Volumensubstitution und die Transfusion von Erythrozytenkonzentraten durchgeführt. Die orale Antikoagulation mit Apixaban wurde pausiert. Eine intravenöse Hochdosis-PPI-Therapie mit Pantoprazol wurde begonnen. Eine diagnostische und therapeutische Aszitespunktion wurde durchgeführt, um den Aszites zu entlasten und die Nährstoffversorgung zu verbessern. Die Diabetesmedikation musste angepasst werden, da die Nahrungskarenz und die zeitweisen Nierenfunktionseinschränkung die Resorption beeinträchtigten.
Procedere: Die PPI-Therapie sollte fortgeführt werden (Pantoprazol 40 mg 1-0-1 für zunächst 4 Wochen, danach 40 mg 1-0-0). Die Antikoagulation mit Apixaban sollte nach 10 Tagen wieder aufgenommen werden, sofern keine erneute Melena auftritt. Diuretische Therapie mit Spironolacton (100 mg 1-0-0) sollte durchgeführt werden, bei Bedarf zusätzlich Furosemid. Eine Kontroll-Gastroskopie zur Beurteilung der Ulcusheilung und zum Ausschluss einer Malignität sollte in 4 Wochen erfolgen. Eine CEA-Verlaufskontrolle in 6 Wochen beim Hausarzt und engmaschige sonographische Kontrollen der Leber (HCC-Screening alle 6 Monate) sollten durchgeführt werden.
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