GerMedBench

cr_044

Psychiatrie/Psychosomatikmittel

Klinischer Text

Vorstellung/Aufnahmegrund: Die 42-jährige Patientin, eine beruflich stark belastete IT-Projektleiterin, stellt sich zur stationären Aufnahme vor. Die Zuweisung erfolgte durch den Hausarzt unter dem Verdacht einer mittelgradigen depressiven Episode bzw. eines Burnout-Syndroms bei progredienter Erschöpfung, innerer Unruhe und Schlafstörungen seit etwa vier Monaten. Anamnese: Die Patientin berichtet über eine Unfähigkeit, nach der Arbeit zu entspannen. Sie fühle sich ständig „getrieben“ und „unter Strom“, klage jedoch gleichzeitig über eine massive körperliche Erschöpfung. Auffällig sei eine ungewollte Gewichtsabnahme von ca. 7 kg in den letzten 10 Wochen, trotz subjektiv gesteigertem Appetit. Zudem bestehe eine vermehrte Wärmeintoleranz und vermehrtes Schwitzen. Psychiatrische Vorerkrankungen werden verneint, die Familienanamnese ist unauffällig bis auf eine rheumatische Erkrankung der Mutter. Untersuchungsbefund: Psychopathologisch zeigt sich die Patientin bewusstseinsklar und voll orientiert. Die Stimmungslage ist dysphorisch-gereizt, die affektive Schwingungsfähigkeit ist eingeschränkt. Es besteht eine deutliche psychomotorische Unruhe. Formale Denkstörungen, Sinnestäuschungen oder Suizidalität liegen nicht vor. Körperlich zeigt sich eine schlanke Patientin in reduziertem EZ. Der Blutdruck liegt bei 150/85 mmHg, die Herzfrequenz bei 112/min (Sinustachykardie). Es zeigt sich ein feinschlägiger Fingertremor beidseits. Die Schilddrüse wirkt bei Palpation diskret vergrößert, jedoch schmerzfrei und ohne tastbare Knoten. Laborwerte: Hb 12,8 g/dl, Leukozyten 6.800/µl, CRP 1,2 mg/l (Norm < 5). Elektrolyte (Na, K, Ca) unauffällig. TSH-Basalwert < 0,01 mU/l (Norm 0,3-4,2), fT3 11,2 pg/ml (Norm 2,0-4,4), fT4 3,4 ng/dl (Norm 0,9-1,7). TRAK (TSH-Rezeptor-Antikörper) 8,5 IU/l (Norm < 1,5). Bildgebung: Die Sonographie der Schilddrüse zeigt ein inhomogenes, echoarmes Muster mit deutlich gesteigerter Vaskularisation in der Duplex-Sonographie („Schilddrüseninferno“).

Ground Truth

Bestätigte Diagnose:Morbus Basedow (Immunthyreopathie)
1
Hyperthyreose bei Morbus BasedowE05.0hoch

Supprimiertes TSH · Erhöhte fT3/fT4-Werte · Positive TRAK-Antikörper · Gewichtsabnahme bei Appetitsteigerung · Tachykardie · Tremor · Sonographischer Inferno-Aspekt

2
Agitierte DepressionF32.2mittel

Innere Unruhe · Schlafstörungen · Gewichtsverlust · Dysphorische Stimmung · Erschöpfungsgefühl

3
Generalisierte AngststörungF41.1mittel

Gefühl von 'unter Strom stehen' · Tachykardie · Tremor · Ständige Sorgen/Anspannung

4
PhäochromozytomC74.1gering

Arterielle Hypertonie · Tachykardie · Schwitzen · Gewichtsabnahme · Innere Unruhe

Modell-Ergebnisse (13)

Top-1
Top-3
0.50DDx F1
5Reasoning
5Plausib.
5Red Flags
1
Morbus Basedow (autoimmunes Basedow‑Krankheit)

Typische Hyperthyreose mit stark supprimiertem TSH, erhöhtem fT3/fT4, positiven TSH‑Rezeptor‑Antikörpern, vergrößerter, schmerzfreier Schilddrüse und dem typischen „Schilddrüseninferno“ im Ultraschall, passend zu den klinischen Symptomen (Gewichtsverlust, Hitzeintoleranz, Tachykardie, Tremor, Unruhe).

2
Mittelgradige depressive Episode (mit somatischen Beschwerden)

Die Patientin berichtet über Dysphorie, Antriebsverlust, Schlafstörungen und Erschöpfung, was auf eine depressive Störung hinweisen könnte, jedoch erklären die Laborbefunde die meisten somatischen Symptome besser.

3
Pheochromocytom

Paroxysmale Hyperadrenergie mit Tachykardie, Schwitzen, Hitzeintoleranz und Gewichtsverlust könnte ein Pheochromocytom erklären, jedoch fehlt die typische Blutdruckspitzen‑ bzw. Laborbefund für Katecholamine, und die eindeutigen Schilddrüsenbefunde sprechen dagegen.

4
Exogene Hyperthyreose (Einnahme von Schilddrüsenhormonen)

Eine iatrogene Überdosierung von Levothyroxin kann zu ähnlichen Laborwerten führen, jedoch würde man typischerweise keine vergrößerte, vaskularisierte Schilddrüse oder positive TRAK erwarten.

Top-1
Top-3
0.50DDx F1
5Reasoning
5Plausib.
3Red Flags
1
Morbus Basedow

Die Kombination aus Tachykardie, Tremor, Gewichtsverlust trotz gesteigertem Appetit, Wärmeintoleranz, pathologischen Laborwerten (supprimiertes TSH, erhöhtes fT3/fT4) und positivem TRAK sowie dem sonographischen Bild des "Schilddrüseninfernos" ist hochspezifisch für eine Immunhyperthyreose.

2
Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion (Burnout-Syndrom)

Die berufliche Belastung als Auslöser, zusammen mit den Symptomen Erschöpfung, innere Unruhe, Schlafstörungen und dysphorisch-gereizter Stimmung, ist passend, wird jedoch durch die objektiven Befunde der Schilddrüsenüberfunktion überlagert.

3
Generalisierte Angststörung

Das Gefühl des "Getriebenseins", die psychomotorische Unruhe und die vegetative Symptomatik mit Tachykardie und Tremor könnten auch hierfür sprechen, sind aber sekundär durch die Hyperthyreose erklärbar.

4
Schilddrüsenautonomie

Kann ebenfalls eine Hyperthyreose mit ähnlicher Symptomatik verursachen, ist jedoch bei positivem TRAK-Nachweis und dem typischen Ultraschallbefund sehr unwahrscheinlich.

Top-1
Top-3
0.25DDx F1
5Reasoning
5Plausib.
3Red Flags
1
Morbus Basedow (Immunthyreopathie)

Die Kombination aus ungewollter Gewichtsabnahme trotz gesteigertem Appetit, Tachykardie, feinschlägigem Tremor, Wärmeintoleranz, psychomotorischer Unruhe sowie der laborchemischen Konstellation einer manifesten Hyperthyreose (supprimiertes TSH, stark erhöhtes fT3/fT4) mit positiven TRAK und dem sonographischen Befund des "Schilddrüseninfernos" ist hochspezifisch.

2
Mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom

Die Symptome Erschöpfung, innere Unruhe, Schlafstörungen, dysphorisch-gereizte Stimmung und der berufliche Stress sind mit dem Zuweisungsverdacht vereinbar. Die ausgeprägten somatischen Zeichen (Gewichtsverlust, Tachykardie) sind jedoch untypisch und sprechen eher für eine organische Ursache.

3
Burn-out-Syndrom (Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung)

Die berufliche Überlastung als IT-Projektleiterin, die progrediente Erschöpfung und die Unfähigkeit zu entspannen passen zum Bild. Die ausgeprägten vegetativen Symptome und die laborchemische Hyperthyreose sind jedoch nicht durch ein Burn-out allein erklärbar.

4
Autonomes Schilddrüsenadenom (toxisches Adenom)

Kann ebenfalls eine Hyperthyreose mit den beschriebenen Symptomen verursachen. Die positiven TRAK und das diffuse "Schilddrüseninferno" in der Sonographie sprechen jedoch deutlich mehr für einen Morbus Basedow.

Top-1
Top-3
0.29DDx F1
5Reasoning
3Plausib.
1Red Flags
1
Hyperthyreose bei Morbus Basedow

Die Patientin zeigt klassische Symptome einer Hyperthyreose wie Gewichtsabnahme trotz gesteigertem Appetit, Wärmeintoleranz, Schwitzen, Tachykardie und Tremor. Laborchemisch ist der TSH-Basalwert supprimiert, während fT3 und fT4 erhöht sind. Der Nachweis von TRAK und die sonographischen Befunde (inhomogenes, echoarmes Muster und gesteigerte Vaskularisation) unterstützen die Diagnose eines Morbus Basedow.

2
Depressive Episode mit somatischen Symptomen

Die Patientin wurde initial unter dem Verdacht einer depressiven Episode bzw. eines Burnout-Syndroms zugewiesen und zeigt Symptome wie Erschöpfung, innere Unruhe und Schlafstörungen. Allerdings lassen sich viele ihrer Symptome durch die laborchemisch und sonographisch gesicherte Hyperthyreose erklären.

3
Andere Formen der Hyperthyreose (z.B. autoimmune Thyreoiditis)

Obwohl die Befunde stark für einen Morbus Basedow sprechen, könnten andere Ursachen einer Hyperthyreose wie eine autoimmune Thyreoiditis (z.B. Hashimoto-Thyreoiditis in der Initialphase) in Betracht gezogen werden. Allerdings ist die Anwesenheit von TRAK und das sonographische Bild eher typisch für einen Morbus Basedow.

Top-1
Top-3
0.25DDx F1
4Reasoning
4Plausib.
2Red Flags
1
Hyperthyreose

Die Patientin zeigt typische Symptome einer Hyperthyreose wie Wärmeintoleranz, Schwitzen, Gewichtsabnahme trotz gesteigertem Appetit, Tachykardie und Tremor. Die Laborwerte bestätigen diese Diagnose mit einem stark erniedrigten TSH-Wert und erhöhten fT3- und fT4-Werten.

2
Graves-Krankheit

Die Anwesenheit von TSH-Rezeptor-Antikörpern (TRAK) und die Sonographie-Befunde der Schilddrüse mit einem inhomogenen, echoarmen Muster und gesteigerter Vaskularisation sprechen für eine Autoimmunthyreoiditis, insbesondere die Graves-Krankheit.

3
Depressive Episode

Die Patientin zeigt auch Symptome, die auf eine depressive Episode hindeuten, wie dysphorische Stimmung, psychomotorische Unruhe und Schlafstörungen. Es ist jedoch zu beachten, dass diese Symptome auch durch die Hyperthyreose verursacht werden können.

4
Burnout-Syndrom

Die Patientin berichtet über eine Unfähigkeit, nach der Arbeit zu entspannen, und fühlt sich ständig „getrieben“ und „unter Strom“, was auf ein Burnout-Syndrom hindeuten könnte. Allerdings sind die körperlichen Symptome und Laborwerte eher auf eine Hyperthyreose hinweisend.

Top-1
Top-3
0.44DDx F1
5Reasoning
5Plausib.
5Red Flags
1
Hyperthyreose (Morbus Basedow)

Die Kombination aus niedrigem TSH, erhöhtem fT3 und fT4, der vergrößerten Schilddrüse, der Wärmeintoleranz, dem Schwitzen, der Sinustachykardie und den erhöhten TRAK-Antikörpern deutet stark auf eine autoimmune Hyperthyreose, typischerweise Morbus Basedow, hin. Das „Schilddrüseninferno“ in der Duplex-Sonographie unterstützt diese Diagnose.

2
Depressive Episode mit somatischen Symptomen

Die Patientin berichtet über Erschöpfung, innere Unruhe, Schlafstörungen und eine dysphorisch-gereizte Stimmung, was auf eine depressive Episode hindeutet. Die Gewichtsabnahme trotz gesteigertem Appetit und die psychomotorische Unruhe können somatische Begleiterscheinungen einer Depression sein.

3
Burnout-Syndrom

Die berufliche Belastung der Patientin, die Unfähigkeit zur Entspannung, die Erschöpfung und die innere Unruhe passen zum klinischen Bild eines Burnout-Syndroms. Allerdings erklärt dies nicht die eindeutigen endokrinologischen Befunde.

4
Thyreotoxische Krise

Obwohl die Patientin keine akuten, lebensbedrohlichen Symptome einer thyreotoxischen Krise zeigt, ist dies angesichts der stark erhöhten Schilddrüsenhormonwerte und der Vaskularisation in der Schilddrüse in Betracht zu ziehen. Eine subklinische thyreotoxische Krise kann sich mit weniger dramatischen Symptomen präsentieren.

5
Phäochromozytom

Die Hypertonie, die Sinustachykardie, die Schwitzen und die innere Unruhe könnten auch auf ein Phäochromozytom hindeuten, insbesondere da die Symptome mit Stress und Belastung zusammenhängen. Allerdings sind die Schilddrüsenbefunde hier deutlich präsenter und sprechen eher für eine Hyperthyreose.

Top-1
Top-3
0.50DDx F1
4Reasoning
3Plausib.
2Red Flags
1
Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)

Die Patientin zeigt typische Symptome einer Hyperthyreose wie Wärmeintoleranz, Schwitzen, Gewichtsabnahme trotz erhöhtem Appetit, Tachykardie (112/min) und feinschlägiger Fingertremor. Die Laborwerte (TSH < 0,01 mU/l, erhöhte fT3 und fT4) und die Sonographie-Befunde („Schilddrüseninferno“) bestätigen diese Diagnose.

2
Basedow-Krankheit (Autoimmune Hyperthyreose)

Die erhöhten TRAK-Werte (8,5 IU/l) deuten auf eine Autoimmunreaktion gegen den TSH-Rezeptor hin, was ein wichtiger Hinweis für eine Basedow-Krankheit ist, eine häufige Ursache für Hyperthyreose.

3
Anxiety Disorder (Angststörung) mit somatischen Symptomen

Die Patientin berichtet über innere Unruhe, Schlafstörungen und psychomotorische Unruhe, was auf eine Angststörung hindeuten könnte. Allerdings können diese Symptome auch durch die Hyperthyreose verursacht werden, weshalb diese Diagnose weniger wahrscheinlich ist.

4
Burnout-Syndrom

Obwohl die Patientin ursprünglich unter dem Verdacht eines Burnout-Syndroms vorgestellt wurde, können die körperlichen Symptome (Gewichtsabnahme, Tachykardie, Tremor) und Laborbefunde nicht durch ein Burnout-Syndrom allein erklärt werden, weshalb diese Diagnose an dieser Stelle am unwahrscheinlichsten ist.

Top-1
Top-3
0.22DDx F1
5Reasoning
5Plausib.
3Red Flags
1
Graves-Krankheit

Die Patientin zeigt charakteristische Symptome wie Gewichtsabnahme trotz gesteigertem Appetit, Wärmeintoleranz, vermehrtes Schwitzen, Sinustachykardie, Fingertremor und eine diskret vergrößerte Schilddrüse. Die Laborwerte mit einem stark reduzierten TSH, erhöhten fT3 und fT4 sowie positiven TRAK bestätigen die Diagnose.

2
Mittelgradige depressive Episode

Die Patientin berichtet über dysphorische Stimmung, innere Unruhe und Schlafstörungen, was auf eine depressive Episode hinweisen könnte. Allerdings sind die thyreotoxischen Symptome und Laborwerte überzeugender für eine Graves-Krankheit.

3
Burnout-Syndrom

Die Patientin beschreibt eine progrediente Erschöpfung, Unfähigkeit zur Entspannung und innere Unruhe, was auf ein Burnout-Syndrom hindeutet. Die thyreotoxischen Symptome und Laborbefunde sprechen jedoch eher gegen diese Diagnose.

4
Toxisches Multinodulärer Struma

Die Patientin zeigt thyreotoxische Symptome und eine vergrößerte Schilddrüse. Allerdings spricht die positive TRAK-Befund und das inhomogene, echoarme Muster in der Sonographie eher für eine Graves-Krankheit.

5
Subakutes Schilddrüsenentzündung

Die Patientin könnte auch eine subakute Schilddrüsenentzündung haben, die thyreotoxische Symptome verursachen kann. Allerdings fehlen Schmerzen bei der Palpation und es gibt keine erhöhte CRP, was gegen diese Diagnose spricht.

Top-1
Top-3
0.44DDx F1
2Reasoning
2Plausib.
3Red Flags
1
Hyperthyreose

Die Patientin zeigt typische Symptome einer Hyperthyreose wie Gewichtsabnahme trotz gesteigertem Appetit, Wärmeintoleranz, Schwitzen, psychomotorische Unruhe und Sinustachykardie. Die Laborwerte (TSH < 0,01 mU/l, fT3 11,2 pg/ml, fT4 3,4 ng/dl) und die Sonographiebefunde (inhomogenes, echoarmes Muster mit gesteigerter Vaskularisation) unterstützen diese Diagnose.

2
Basalzellkarzinom

Die Patientin zeigt Symptome wie Gewichtsabnahme, psychomotorische Unruhe und eine erhöhte Herzfrequenz, die auch bei einem Basalzellkarzinom auftreten können. Die Laborwerte und die Sonographiebefunde sprechen jedoch eher für eine Hyperthyreose.

3
Mittelgradige depressive Episode

Die Patientin berichtet über Erschöpfung, innere Unruhe und Schlafstörungen, die auf eine depressive Episode hinweisen könnten. Allerdings sind die körperlichen Symptome und die Laborbefunde (Hyperthyreose) dominanter.

4
Burnout-Syndrom

Die Patientin ist beruflich stark belastet und zeigt Symptome wie Erschöpfung und Unfähigkeit zur Entspannung, die auf ein Burnout-Syndrom hinweisen könnten. Die körperlichen Symptome und die Laborbefunde (Hyperthyreose) sind jedoch dominanter.

5
Phaeochromozytom

Die Patientin zeigt Symptome wie Gewichtsabnahme, psychomotorische Unruhe und eine erhöhte Herzfrequenz, die auch bei einem Phaeochromozytom auftreten können. Die Laborwerte und die Sonographiebefunde sprechen jedoch eher für eine Hyperthyreose.

Top-1
Top-3
0.29DDx F1
4Reasoning
4Plausib.
5Red Flags
1
Hyperthyreose (einschließlich Graves' Krankheit)

Die Patientin zeigt multiple Hinweise auf eine Hyperthyreose: psychomotorische Unruhe, erhöhte Herzfrequenz, Bluthochdruck, Fingertremor, vergrößerte Schilddrüse, niedriger TSH-Wert, erhöhter fT3 und fT4-Wert sowie positive TRAK-Titer. Das sonographische Bild der Schilddrüse ist ebenfalls sehr verdächtig.

2
Thyreotoxische Krise

Die Patientin zeigt Anzeichen einer Hyperthyreose, allerdings ist der Krankheitsverlauf mit einer ungewollten Gewichtsabnahme, Wärmeintoleranz und vermehrtem Schwitzen sehr schwer. Dies könnte auf eine thyreotoxische Krise hindeuten, die eine akute Behandlung erfordert.

3
Atypische Depression

Die psychopathologischen Befunde könnten auch auf eine atypische Depression hindeuten, allerdings sprechen die laborchemischen Befunde und die sonographischen Befunde deutlich gegen eine rein psychiatrische Erkrankung.

Top-1
Top-3
0.44DDx F1
4Reasoning
4Plausib.
2Red Flags
1
Hyperthyreose (Morbus Basedow)

Die Laborwerte (TSH < 0,01 mU/l, fT3 11,2 pg/ml, fT4 3,4 ng/dl) und der erhöhte TRAK-Wert (8,5 IU/l) deuten eindeutig auf eine Hyperthyreose hin. Die körperlichen Befunde wie Sinustachykardie, psychomotorische Unruhe, Gewichtsabnahme trotz gesteigertem Appetit, Wärmeintoleranz und Fingertremor passen ebenfalls zur Hyperthyreose. Die Sonographie mit dem 'Schilddrüseninferno' unterstützt die Diagnose.

2
Schilddrüsenitis (Hashimoto-Thyreoiditis) mit Thyreolysen

Obwohl die Laborwerte primär auf Hyperthyreose hindeuten, kann eine Hashimoto-Thyreoiditis in einem bestimmten Stadium zu einer vorübergehenden Thyreolyse mit Freisetzung von Schilddrüsenhormonen führen. Die Sonographie kann in diesem Fall ebenfalls Veränderungen zeigen. Die Symptomatik der Erschöpfung und psychischen Belastung könnte auch mit einer Entzündung der Schilddrüse zusammenhängen.

3
Depressive Episode/Burnout-Syndrom

Die ursprüngliche Vorstellung der Patientin deutete auf eine depressive Episode oder ein Burnout hin. Die Erschöpfung, innere Unruhe und Schlafstörungen sind typische Symptome. Allerdings passen die Laborbefunde (Hyperthyreose) nicht zu einer reinen depressiven Erkrankung und können die Symptomatik verstärken oder imitieren. Die körperlichen Befunde wie Tachykardie und Tremor können ebenfalls durch die Hyperthyreose bedingt sein.

4
Angststörung

Die psychomotorische Unruhe und die innere Unruhe könnten auch auf eine Angststörung hindeuten. Die Hyperthyreose kann Angstgefühle verstärken. Allerdings ist die deutliche Erschöpfung und die Gewichtsabnahme weniger typisch für eine reine Angststörung.

5
Andere organische Ursache der Symptomatik

Es ist wichtig, andere organische Ursachen für die Symptomatik auszuschließen, auch wenn die Hyperthyreose am wahrscheinlichsten erscheint. Dies könnte beispielsweise eine andere endokrine Störung oder eine zugrunde liegende Erkrankung sein, die die Schilddrüsenfunktion beeinflusst.

Top-1
Top-3
0.25DDx F1
1Reasoning
1Plausib.
1Red Flags
1
Schilddrüsenkarzinom

Die Patientin zeigt eine deutliche Schilddrüsenvergrößerung bei Palpation, eine erhöhte TSH-Basalwert und eine gesteigerte Vaskularisation in der Duplex-Sonographie. Diese Befunde sprechen für eine Schilddrüsenkarzinom, insbesondere bei der Kombination mit einer erhöhten TRAK-Wert.

2
Schilddrüsenautoimmuner Struma

Die Patientin zeigt eine deutliche Schilddrüsenvergrößerung bei Palpation, eine erhöhte TSH-Basalwert und eine gesteigerte Vaskularisation in der Duplex-Sonographie. Diese Befunde sprechen für eine Schilddrüsenautoimmuner Struma, insbesondere bei der Kombination mit einer erhöhten TRAK-Wert.

3
Schilddrüsenhyperfunktion

Die Patientin zeigt eine erhöhte fT3-Wert und eine gesteigerte Vaskularisation in der Duplex-Sonographie. Diese Befunde sprechen für eine Schilddrüsenhyperfunktion, insbesondere bei der Kombination mit einer erhöhten TSH-Basalwert.

4
Adrenogenitale Insuffizienz

Die Patientin zeigt eine erhöhte Herzfrequenz und eine Sinustachykardie. Diese Befunde sprechen für eine Adrenogenitale Insuffizienz, insbesondere bei der Kombination mit einer erhöhten Blutdruck.

Top-1
Top-3
0.25DDx F1
2Reasoning
3Plausib.
2Red Flags
1
Graves-Krankheit

Die Patientin zeigt Symptome wie dysphorische Stimmung, psychomotorische Unruhe, Fingertremor, erhöhte Herzfrequenz und eine vergrößerte, feinschlägig strukturierte Schilddrüse. Die labormedizinischen Befunde (TSH < 0,01 mU/l, fT3 und fT4 erhöht) sind typisch für eine hyperthyreatische Erkrankung. Die Sonographie der Schilddrüse mit dem charakteristischen „Schilddrüseninferno“ unterstützt diese Diagnose.

2
Depressive Episode

Die Patientin berichtet über depressive Symptome wie dysphorische Stimmung, innerliche Unruhe und Schlafstörungen. Allerdings sind die labormedizinischen Befunde und die körperlichen Symptome (Fingertremor, erhöhte Herzfrequenz) nicht typisch für eine depressiv verlaufende Erkrankung. Die psychomotorische Unruhe und die erhöhte TSH-Produktion könnten jedoch auf eine hyperthyreatische Erkrankung hinweisen, die wiederum depressive Symptome verursachen kann.

3
Burnout-Syndrom

Die Patientin berichtet über eine unfähigkeit, nach der Arbeit zu entspannen, und eine subjektive Erschöpfung. Allerdings sind die labormedizinischen Befunde und die körperlichen Symptome (Fingertremor, erhöhte Herzfrequenz) nicht typisch für ein Burnout-Syndrom. Die erhöhte TSH-Produktion und die vergrößerte Schilddrüse könnten auf eine hyperthyreatische Erkrankung hinweisen, die wiederum Erschöpfung und andere Symptome verursachen kann.

4
Subklinische Hyperthyreose

Die labormedizinischen Befunde (TSH < 0,01 mU/l, fT3 und fT4 erhöht) sind typisch für eine subklinische Hyperthyreose. Allerdings sind die körperlichen Symptome (Fingertremor, erhöhte Herzfrequenz) und die psychomotorische Unruhe stärker ausgeprägt, was auf eine aktive hyperthyreatische Erkrankung hinweisen könnte. Die erhöhte TSH-Produktion und die vergrößerte Schilddrüse könnten auf eine hyperthyreatische Erkrankung hinweisen, die wiederum andere Symptome verursachen kann.

cr_044 — Klinisches Reasoning | GerMedBench