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NeurologieeinfachKlinischer Text
Vorstellung und Aufnahmegrund: Die 28-jährige Patientin Maria S. stellte sich in unserer neurologischen Notaufnahme mit einer seit drei Tagen zunehmenden Sehverschlechterung des linken Auges vor. Zudem berichtete sie über dumpfe Schmerzen hinter dem Auge, die insbesondere bei Blickbewegungen zunehmen würden. Anamnese: Die Patientin ist bisher gesund und nimmt außer einem oralen Kontrazeptivum keine Dauermedikation ein. In der weiteren Anamnese gab sie an, vor etwa zwei Jahren für ca. drei Wochen ein leichtes Kribbeln und Taubheitsgefühl im rechten Bein verspürt zu haben, welches sich damals spontan zurückgebildet habe und nicht weiter abgeklärt wurde. Familiär sind keine neurologischen Erkrankungen bekannt. Untersuchungsbefund: Der neurologische Status ergab einen reduzierten Visus links (0,2) bei normalem Visus rechts (1,0). Es zeigte sich ein positiver relativer afferenter Pupillendefekt (RAPD) auf der linken Seite. Die Funduskopie war beidseits regelrecht ohne Papillenödem oder Blutungen. Die restliche klinisch-neurologische Untersuchung, insbesondere die Hirnnervenfunktion, Motorik, Koordination und Sensibilität, war zum Zeitpunkt der Aufnahme unauffällig. Labor und Zusatzuntersuchungen: Das Basislabor (Blutbild, CRP, Elektrolyte, Leber- und Nierenwerte) war unauffällig (CRP < 0,5 mg/dl, Leukozyten 7,2 Gpt/l). Die Liquorpunktion zeigte eine diskrete lymphozytäre Pleozytose (14 Zellen/µl) sowie den Nachweis von Liquor-spezifischen oligoklonalen Banden (Typ 2). In den visuell evozierten Potentialen (VEP) fand sich linksseitig eine deutlich verlängerte P100-Latenz (148 ms) bei reduzierter Amplitude. Bildgebung: Das kranielle MRT (cMRT) zeigte mehrere periventrikulär sowie juxtakortikal gelegene, T2-hyperintense Läsionen. Eine dieser Läsionen im Bereich des linken Nervus opticus zeigte nach Gadolinium-Gabe eine kräftige Kontrastmittelaufnahme. Zudem fand sich eine weitere, nicht kontrastmittelaufnehmende Läsion im Bereich des Balkens (Corpus callosum).
Ground Truth
G35.10hochDissemination in Raum und Zeit (aktuelle Optikusneuritis und alte Läsionen im cMRT) · Liquor-spezifische oligoklonale Banden · Anamnestisch früheres sensibles Defizit · Typische periventrikuläre Läsionsverteilung
G37.9mittelMonofokales Erstereignis (Optikusneuritis) · MRT-Kriterien für MS jedoch bereits erfüllt
G36.0geringOptikusneuritis als Leitsymptom · Dagegen sprechen: oligoklonale Banden und typische MS-Läsionen im cMRT
H46mittelVisusminderung · RAPD positiv · Schmerzen bei Augenbewegung · VEP-Verzögerung
Modell-Ergebnisse (13)
Subakute einseitige Optikusneuritis mit RAPD, stark kontrastmittelaufnehmende Läsion im Optikus, periventrikuläre und juxtakortikale T2‑Hyperintensitäten, Corpus‑callosum‑Läsion sowie oligoklonale Banden im Liquor passen zum typischen klinisch‑radiologischen Bild einer MS.
Einseitige Optikusneuritis mit starkem Kontrastmittelauftritt und begleitenden zerebralen Läsionen kann auch bei NMOSD auftreten; das Fehlen von spinalen Läsionen und das Vorhandensein periventrikulärer Läsionen machen NMOSD weniger wahrscheinlich, aber nicht auszuschließen.
MOG‑Antikörper‑positive Erkrankungen zeigen häufig akute Optikusneuritis mit Kontrastmittelaufnahme und können gleichzeitig zerebrale, periventrikuläre Läsionen aufweisen; das jüngere Alter und das Fehlen von spinalen Läsionen passen zu MOGAD, jedoch ist die typische periventrikuläre Verteilung eher für MS.
Eine einseitige Optikusneuritis kann als isolierte Entität auftreten; das Vorhandensein von zerebralen Läsionen und oligoklonalen Banden spricht jedoch eher für eine disseminierte demyelinisierende Erkrankung, weshalb diese Diagnose weniger wahrscheinlich ist.
Die Kombination aus akuter Optikusneuritis mit Schmerzen bei Augenbewegung, einer früheren Episode mit sensiblen Symptomen (Kribbeln im Bein), oligoklonalen Banden im Liquor, multiplen T2-hyperintensen Marklagerläsionen im MRT und einer aktiven, KM-aufnehmenden Läsion des N. opticus ist hochgradig typisch für eine MS.
Die akute einseitige Optikusneuritis ist ein Leitsymptom. Die frühere sensible Symptomatik und die Läsionen im ZNS sind vereinbar, jedoch ist das Fehlen einer Myelitis und das Vorhandensein von oligoklonalen Banden (typisch für MS, untypisch für NMOSD) weniger charakteristisch.
Kann eine akute Optikusneuritis und multiple Marklagerläsionen verursachen, tritt jedoch typischerweise monophasisch und oft postinfektiös auf. Der schubförmige Verlauf mit zwei getrennten Ereignissen (jetzige Optikusneuritis, frühere sensible Störung) spricht eher für MS.
Klinisch und bildgebend passend für eine Optikusneuritis, jedoch fehlen im Fall Hinweise auf eine Infektion (normales CRP, normale Leukozyten, kein Fieber), was diese Ursache weniger wahrscheinlich macht.
Die Kombination aus akuter einseitiger Optikusneuritis mit Schmerzen bei Augenbewegung, einer früheren Episode mit sensiblen Symptomen (Kribbeln im Bein), multiplen T2-hyperintensen Läsionen im MRT (periventrikulär, juxtakortikal, Balken) mit einer aktiven KM-aufnehmenden Läsion im N. opticus sowie oligoklonalen Banden im Liquor (Typ 2) erfüllt die McDonald-Kriterien für eine MS.
Eine isolierte, schmerzhafte Optikusneuritis ist ein häufiges Erstsymptom. Die im MRT nachgewiesene, lange und kontrastmittelaufnehmende Läsion im N. opticus spricht dafür, die diskrete Pleozytose im Liquor ist ebenfalls möglich. Das Fehlen einer Myelitis zum jetzigen Zeitpunkt und die typische Lokalisation der Hirnläsionen (periventrikulär) machen die Diagnose weniger wahrscheinlich als MS, aber relevant.
Das klinische Bild mit akuter Visusminderung, RAPD und Schmerzen bei Augenbewegung sowie der VEP-Befund sind klassisch für eine isolierte Optikusneuritis. Die Liquor- und MRT-Befunde (oligoklonale Banden, multiple Hirnläsionen) machen jedoch eine zugrundeliegende systemische demyelinisierende Erkrankung (wie MS) wesentlich wahrscheinlicher.
Kann sich u.a. als Optikusneuritis und mit multiplen T2-Läsionen im MRT manifestieren. Das Fehlen weiterer systemischer Symptome (z.B. Arthritis, Hautveränderungen) oder spezifischer Autoantikörper im Basislabor macht die Diagnose im vorliegenden Fall unwahrscheinlich.
Die Patientin zeigt Symptome und Befunde, die typisch für eine Multiple Sklerose sind, wie eine Optikusneuritis, eine diskrete lymphozytäre Pleozytose im Liquor, Liquor-spezifische oligoklonale Banden, T2-hyperintense Läsionen im cMRT und eine verlängerte P100-Latenz im VEP.
Die Optikusneuritis und die entzündlichen Veränderungen im cMRT könnten auch auf eine NMOSD hinweisen, insbesondere wenn man die Beteiligung des Nervus opticus und die Kontrastmittelaufnahme in Betracht zieht.
Die Symptome und Befunde der Patientin könnten auch durch eine isolierte Optikusneuritis erklärt werden, jedoch sprechen die Vorgeschichte mit transienten neurologischen Symptomen und die MRT-Befunde mit multiplen Läsionen für eine demyelinisierende Erkrankung wie MS.
Die Patientin zeigt eine Kombination aus Sehverschlechterung, Schmerzen hinter dem Auge, positivem relativen afferenten Pupillendefekt und verlängerter P100-Latenz in den visuell evozierten Potentialen, was auf eine Optikusneuritis hinweist. Die Liquorpunktion ergab eine lymphozytäre Pleozytose und den Nachweis von Liquor-spezifischen oligoklonalen Banden, was ein typisches Merkmal der Multiplen Sklerose ist.
Die Patientin hat eine Geschichte von unspezifischen neurologischen Symptomen (Kribbeln und Taubheitsgefühl im rechten Bein) und zeigt jetzt eine Optikusneuritis. Die Liquorpunktion ergab eine lymphozytäre Pleozytose, was auch bei Neuroborreliose auftreten kann.
Die Patientin zeigt eine Optikusneuritis und Schmerzen hinter dem Auge, was auch bei Vaskulitis auftreten kann. Die Laborwerte sind jedoch unauffällig, was gegen eine Vaskulitis spricht.
Die Patientin zeigt eine Optikusneuritis und eine Läsion im Bereich des linken Nervus opticus im MRT. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass ein Tumor so schnell zu einer Sehverschlechterung führt.
Die Patientin zeigt eine Kombination aus neurologischen Symptomen und einer lymphozytären Pleozytose in der Liquorpunktion. Es gibt jedoch keine anderen Hinweise auf eine Autoimmunerkrankung.
Die Kombination aus einseitiger Sehverschlechterung, RAPD, verlängerter P100-Latenz im VEP, diskreter lymphozytärer Pleozytose im Liquor mit oligoklonalen Banden und den typischen MS-Läsionen im cMRT (periventrikulär, juxtakortikal, Nervus opticus, Corpus callosum) ist hochverdächtig für eine MS-assoziierte Optikusneuritis.
Obwohl das Basislabor unauffällig war, kann NMOSD eine Optikusneuritis verursachen, die klinisch und radiologisch der MS ähneln kann. Die kräftige Kontrastmittelaufnahme im Nervus opticus könnte eher für NMOSD sprechen, da diese oft ausgeprägtere Entzündungszeichen zeigt. Der Nachweis von AQP4-Antikörpern wäre hier entscheidend.
Die im MRT gefundenen Läsionen könnten auch durch andere demyelinisierende Erkrankungen als MS oder NMOSD verursacht werden, beispielsweise durch eine vaskulitische Erkrankung oder eine seltene genetische Demyelinisierungsform. Die diskrete Pleozytose im Liquor unterstützt diese Möglichkeit.
Obwohl weniger wahrscheinlich aufgrund des unauffälligen Basislabors und fehlender systemischer Symptome, kann eine infektiöse Optikusneuritis (z.B. durch Viren, Bakterien oder Pilze) ähnliche Symptome verursachen. Die lymphozytäre Pleozytose im Liquor könnte hierfür ein Hinweis sein, erfordert aber weitere Abklärung hinsichtlich spezifischer Erreger.
Mehrere periventrikuläre und juxtakortikale Läsionen im MRT, Liquor-spezifische oligoklonale Banden (Typ 2) und eine verlängerte P100-Latenz in den VEP deuten auf eine entzündliche Demieliniserungskrankheit hin. Zudem passt die vorangegangene Episode mit Kribbeln und Taubheitsgefühl im rechten Bein zu einem früheren Schub.
Die lymphozytäre Pleozytose im Liquor und die T2-hyperintensen Läsionen im MRT könnten auch auf eine Neuroborreliose hinweisen, obwohl die klinische Präsentation (Sehverschlechterung, Schmerzen hinter dem Auge) untypisch ist. Eine Borrelien-Infektion sollte jedoch in Betracht gezogen werden, insbesondere wenn die Patientin in einem Endemiegebiet lebt oder entsprechende Expositionen hatte.
Die Sehverschlechterung und Schmerzen hinter dem Auge könnten auch auf eine Vaskulitis, insbesondere eine Giant-Cell-Arteriitis, hinweisen. Allerdings sprechen das junge Alter der Patientin, die MRT-Befunde und die Laborwerte (CRP < 0,5 mg/dl) eher gegen diese Diagnose.
Eine isolierte Optikusneuritis kann durch verschiedene systemische Autoimmunerkrankungen oder Infektionen verursacht werden. Die MRT-Befunde und die Liquor-spezifischen oligoklonalen Banden sprechen jedoch eher für eine Multiple Sklerose als für eine andere Ursache.
Die klinischen Befunde (Sehverschlechterung, RAPD, diskrete Pleozytose, oligoklonale Bänder, verlängerte VEP-Latenz, periventrikuläre Läsionen im MRT) sprechen stark für eine multiple Sklerose, insbesondere in Kombination mit der anamnestischen Information über ein vorübergehendes Taubheitsgefühl im Bein.
Die Sehverschlechterung, der positive RAPD, die verlängerte VEP-Latenz und die kontrastmittelnehmende Läsion im Bereich des Nervus opticus sind typisch für eine Neuritis optica. Allerdings spricht die Anamnese und die MRT-Befunde eher gegen eine isolierte Neuritis optica.
Die klinischen Befunde könnten auch auf ein Devic-Syndrom hindeuten, insbesondere wenn zukünftig eine Myelitis auftreten sollte. Die Anamnese und die MRT-Befunde sind jedoch eher für eine multiple Sklerose sprechend.
Die Sehverschlechterung und die kontrastmittelnehmende Läsion könnten auch auf eine vaskulitische Erkrankung hinweisen, insbesondere wenn es zu einer Entzündung der kleinen Gefäße im Bereich des Nervus opticus kommt. Allerdings sind die MRT-Befunde und die Liquorbefunde eher für eine multiple Sklerose typisch.
Eine Infektion des Nervus opticus könnte die Sehverschlechterung und die Schmerzen erklären. Allerdings fehlen typische Anzeichen wie Herpeslesionen auf der Haut oder im Auge, und die Liquorbefunde sprechen eher gegen eine Infektion.
Die Patientin zeigt typische Symptome wie Sehverschlechterung und Schmerzen hinter dem Auge, sowie eine verlängerte P100-Latenz in den VEP. Die MRT-Befunde mit periventrikulären und juxtakortikalen Läsionen sowie die Liquorbefunde mit lymphozytärer Pleozytose und oligoklonalen Banden sprechen stark für diese Diagnose.
Die Sehverschlechterung und der RAPD deuten auf eine Optikusneuritis hin, die auch bei Neuromyelitis optica vorkommt. Die MRT-Befunde mit Läsionen im Bereich des Nervus opticus und des Corpus callosum könnten ebenfalls darauf hinweisen.
Die Sehverschlechterung und der RAPD sowie die verlängerte P100-Latenz in den VEP sprechen für eine Optikusneuritis. Allerdings fehlen Hinweise auf eine disseminierte Erkrankung, was gegen eine isolierte Optikusneuritis spricht.
Die Symptome und MRT-Befunde könnten auch auf das Devic-Syndrom hinweisen, eine spezifische Form der Neuromyelitis optica. Allerdings ist die Diagnose weniger wahrscheinlich aufgrund der fehlenden Hinweise auf eine longitudinale Myelitis.
Die lymphozytäre Pleozytose im Liquor könnte auch auf eine lymphomatöse Meningitis hinweisen. Allerdings sprechen die MRT-Befunde und die klinischen Symptome eher für eine entzündliche demyelinisierende Erkrankung.
Die klinischen Befunde (relativer afferenter Pupillendefekt, verlängerte P100-Latenz in VEP, multiple T2-hyperintense Läsionen im cMRT, diskrete lymphozytäre Pleozytose und oligoklonale Banden im Liquor) sind hoch suggestiv für eine Multiple Sklerose (MS).
Die Kombination aus Sehstörungen und Rückenmarkbeteiligung (im vorliegenden Fall nicht aktiv) sowie das Fehlen von Hirnstammbeteiligung und Zerebellarsymptomen spricht für ein Neuromyelitis-optica-Spektrum-Syndrom (NMOSD). Die Diagnose sollte durch Bestimmung von AQP4-Antikörpern gesichert werden.
Die einseitige Sehverschlechterung und der relative afferente Pupillendefekt sind charakteristisch für eine Optikusneuritis. Da jedoch multiple Läsionen im cMRT vorliegen, ist eine multiple Sklerose wahrscheinlicher. Die isolierte Optikusneuritis kann allerdings der Beginn einer MS sein.
Die Kombination aus Sehverschlechterung, Kopfschmerzen, lymphozytärer Pleozytose im Liquor, oligoklonalen Banden, verlängerter P100-Latenz und den MRT-Läsionen (insbesondere Kontrastmittelaufnahme im Nervus opticus) ist sehr suggestiv für eine virale Meningoenzephalitis. Die fehlende Fieberanamnese schließt diese Diagnose aber nicht aus.
Die periventrikulären und juxtakortikalen MRT-Läsionen, die verlängerte P100-Latenz und die oligoklonalen Banden im Liquor sind typische Befunde bei MS. Die Symptomatik (Sehstörungen, Schmerzen hinter dem Auge) kann ebenfalls im Rahmen einer MS-Erstehphenomen auftreten. Die frühere Taubheitsgefühl im Bein könnte ein frühes Zeichen einer MS gewesen sein.
Obwohl das Basislabor unauffällig ist, sollte ein seltener infektiöser Prozess in Betracht gezogen werden, insbesondere aufgrund der Liquorbefunde (oligoklonale Banden). Die MRT-Läsionen können auch bei diesen Erkrankungen auftreten. Eine detailliertere serologische Abklärung ist erforderlich.
Die Kontrastmittelaufnahme im Nervus opticus und die Läsion im Corpus callosum könnten auf einen Tumor hindeuten. Allerdings ist dies weniger wahrscheinlich als eine virale oder entzündliche Ursache, da Tumore typischerweise eine andere Bildgebungsmorphologie aufweisen.
Die diskrete lymphozytäre Pleozytose im Liquor und die Liquor-spezifischen oligoklonalen Banden (Typ 2) deuten auf eine entzündliche Prozess hin. Die periventrikulären und juxtakortikal gelegenen Läsionen im cMRT sind typisch für MS. Die visuell evozierten Potentialen (VEP) zeigen eine linksseitige P100-Latenzverlängerung, was auf eine optische Schädigung hinweist.
Der positive relative afferente Pupillendefekt (RAPD) auf der linken Seite und die reduzierte Visus links deuten auf eine optische Schädigung hin. Die Funduskopie war regelrecht, was eine Papillenödem oder Blutungen ausschließt. Die Läsion im Bereich des linken Nervus opticus im cMRT unterstützt diese Diagnose.
Die diskrete lymphozytäre Pleozytose im Liquor und die Liquor-spezifischen oligoklonalen Banden (Typ 2) können auch bei NMO vorkommen. Die periventrikulären und juxtakortikal gelegenen Läsionen im cMRT sind jedoch nicht typisch für NMO. Die visuell evozierten Potentialen (VEP) zeigen eine linksseitige P100-Latenzverlängerung, was auf eine optische Schädigung hinweist.
Die Läsion im Bereich des linken Nervus opticus im cMRT könnte auch durch einen Tumor oder eine Entzündung verursacht werden. Die visuell evozierten Potentialen (VEP) zeigen jedoch eine linksseitige P100-Latenzverlängerung, was auf eine optische Schädigung hinweist.
Die Patientin zeigt typische Symptome (Sehverschlechterung, RAPD, visuell evozierte Potentiale mit verlängertem P100-Latenz) und eine klinisch relevante Bildgebung (T2-hyperintensive Läsionen, kontrastmittelaufnehmende Läsion im Nervus opticus). Die Liquorpunktion ergab eine lymphozytäre Pleozytose und Liquor-spezifische oligoklonale Bands (LOB).
Die Patientin zeigt eine lokale Schmerzreaktion und eine visuell evozierte Potentiale (VEP) mit verlängertem P100-Latenz. Allerdings sind die Laborwerte (CRP < 0,5 mg/dl) und das Basislabor (unauffällig) nicht im Hinblick auf eine akute Infektion aussagekräftig. Die Liquorpunktion ergab eine diskrete lymphozytäre Pleozytose, was eher auf eine chronische Prozessart hinweist.
Die Patientin zeigt lokale Symptome (Sehverschlechterung, Schmerzen) und eine visuell evozierte Potentiale (VEP) mit verlängertem P100-Latenz. Allerdings sind die Laborwerte (unauffällig) und die Liquorpunktion (diskrete lymphozytäre Pleozytose) nicht im Hinblick auf eine akute Vaskulitis aussagekräftig. Die MRT zeigt Läsionen, die bei einer Vaskulitis eher untypisch wären.
Die Patientin zeigt lokale Symptome (Sehverschlechterung, Schmerzen) und eine visuell evozierte Potentiale (VEP) mit verlängertem P100-Latenz. Allerdings sind die Laborwerte (unauffällig) und die Liquorpunktion (diskrete lymphozytäre Pleozytose) nicht im Hinblick auf eine akute Lymphomform aussagekräftig. Die MRT zeigt Läsionen, die bei einer Lymphomform eher untypisch wären.