cr_036
Gynäkologie/GeburtshilfekomplexKlinischer Text
Vorstellung/Aufnahmegrund: Die 26-jährige Patientin wurde initial über die Notaufnahme der Psychiatrie bei V.a. eine akute schizophrene Psychose mit ausgeprägter Agitiertheit, Verfolgungswahn und kognitiven Defiziten aufgenommen. Aufgrund einer respiratorischen Verschlechterung und eines erstmaligen generalisierten tonisch-klonischen Krampfanfalls erfolgte die Verlegung auf die neurologische Intensivstation. Anamnese: Die Patientin war zuvor gesund, keine regelmäßige Medikamenteneinnahme, keine Familienanamnese für psychiatrische Erkrankungen. Seit etwa 14 Tagen bestanden unspezifische Prodromi mit Kopfschmerzen und grippeähnlichen Symptomen, gefolgt von rasch progredienten Wesensveränderungen, Desorientiertheit und massiven Schlafstörungen. Untersuchungsbefund: Bei Aufnahme auf der Intensivstation zeigt sich eine somnolente Patientin mit fluktuierender Vigilanz. Auffällig sind ausgeprägte orofaziale Dyskinesien (repetitives Schmatzen und Zungenbewegungen) sowie eine ausgeprägte autonome Instabilität mit wechselnder Tachykardie (bis 130/min) und hypertensiven Blutdruckwerten (bis 185/105 mmHg). Die neurologische Untersuchung zeigt keine fokal-neurologischen Defizite, jedoch eine generalisierte muskuläre Rigidität. Die gynäkologische Palpation ergibt eine diskrete, kaum verschiebliche Resistenz im rechten Adnexbereich. Laborwerte: CRP: 14 mg/l (Ref: <5), Leukozyten: 14,2 G/l, Elektrolyte, Leber- und Nierenwerte im Normbereich. Liquorpunktion: Lymphozytäre Pleozytose (28 Zellen/µl), Eiweiß leicht erhöht (52 mg/dl), Glucose und Lactat normal. Die virologische PCR (HSV, VZV) im Liquor ist negativ. Bildgebungsbefunde: Das cMRT zeigt keine richtungsweisenden Parenchymläsionen oder eine Kontrastmittelanreicherung. Im transvaginalen Ultraschall (TVUS) stellt sich am rechten Ovar eine ca. 5,5 x 4,2 cm große, inhomogene, teils echoreiche Raumforderung mit dorsaler Schallauslöschung und zystischen Anteilen dar. Das linke Ovar ist unauffällig, kein freies Wasser im Douglas-Raum.
Ground Truth
G04.8hochOrofaziale Dyskinesien · Kombination aus Psychose und Krampfanfall · Nachweis eines Ovarialteratoms im Ultraschall · Autonome Instabilität · Lymphozytäre Pleozytose im Liquor
B00.4mittelAkutes hirnorganisches Syndrom · Liquorpleozytose · Fieber/Kopfschmerz in der Anamnese
F20.0geringInitiale psychiatrische Symptomatik · Verfolgungswahn
G04.8mittelSubakuter Beginn · Gedächtnisstörungen · Paraneoplastisches Potenzial
Modell-Ergebnisse (13)
Typische Kombination aus prodromalen grippeähnlichen Symptomen, rascher psychiatrischer Verschlechterung, orofazialen Dyskinesien, autonomer Instabilität, generalisierter Rigidität, lymphozytärer Pleozytose im Liquor, unauffälligem MRT und einer ovariellen Teratom-ähnlichen Raumforderung.
Akute Verwirrtheit, Krampfanfälle und leichte Entzündungsparameter im Liquor passen, jedoch sind PCR negativ und das MRT ohne typische frontotemporale Läsionen, weshalb die Wahrscheinlichkeit moderat bleibt.
Psychotische Erstmanifestation, autonome Dysregulation und Liquorbefund können auch bei anderen paraneoplastischen Antikörper (z. B. anti‑Ma2, anti‑LGI1) auftreten; das Vorhandensein einer Ovarialmasse unterstützt die paraneoplastische Ätiologie, jedoch fehlt ein spezifischer Antikörpernachweis.
Akute Psychose mit Agitiertheit und Schlafstörungen könnte durch Drogenkonsum erklärt werden, jedoch gibt es keinen Hinweis auf Konsum, und die begleitenden neurologischen Befunde (Dyskinesien, autonome Instabilität, Liquor‑Entzündung) passen weniger gut.
Die Kombination aus initialer psychiatrischer Symptomatik, Krampfanfall, autonomer Instabilität, Dyskinesien und der im TVUS gefundenen ovariellen Raumforderung ist hochspezifisch für eine paraneoplastische Enzephalitis, typischerweise durch ein Teratom verursacht.
Die lymphozytäre Pleozytose im Liquor, die grippeähnlichen Prodromi und die neurologisch-psychiatrische Symptomatik sprechen für eine entzündliche Hirnerkrankung, auch wenn die gängigen viralen Erreger (HSV/VZV) ausgeschlossen wurden.
Die Adnexraumforderung könnte ein Malignom darstellen, das paraneoplastisch oder durch Metastasierung die neurologischen und psychiatrischen Symptome verursacht, auch wenn das MRT keine Läsionen zeigt.
Die initiale Symptomatik mit Agitiertheit und Verfolgungswahn war der ursprüngliche Aufnahmegrund, jedoch sind die neurologischen und autonomen Symptome damit nicht ausreichend erklärbar.
Die Rigidität, autonome Instabilität und Bewusstseinsstörung könnten passen, jedoch gibt es in der Anamnese keine Exposition gegenüber Neuroleptika vor Symptombeginn.
Die Kombination aus rasch progredienten psychiatrischen Symptomen (Agitiertheit, Wahn), Dyskinesien (orofaziale Hyperkinesien), autonomer Instabilität (Tachykardie, Hypertonie), Bewusstseinsstörung und einem Krampfanfall bei einer jungen Frau mit Ovarialtumor ist hochsuggestiv für eine paraneoplastische Enzephalitis.
Die lymphozytäre Pleozytose im Liquor bei Prodromi mit grippeähnlichen Symptomen und Kopfschmerzen spricht für eine infektiöse Genese, auch wenn HSV/VZV-PCR negativ sind.
Der akute Beginn mit neuropsychiatrischen Symptomen, Krampfanfall und entzündlichem Liquor kann auch durch andere autoimmune Antikörper (z.B. gegen LGI1, CASPR2) verursacht werden, die nicht zwangsläufig mit einem Tumor assoziiert sind.
Die initiale psychiatrische Symptomatik und die späteren Befunde wie Rigidität, autonome Dysregulation und Bewusstseinsstörung könnten auf ein MNS unter Neuroleptika hindeuten, jedoch fehlt im Fall die Angabe einer entsprechenden Medikation.
Könnte die Kombination aus Kopfschmerzen, psychiatrischen Symptomen, Krampfanfall und entzündlichem Liquor erklären, ist aber bei fehlenden fokalen Defiziten und unauffälligem MRT weniger wahrscheinlich.
Die Kombination aus psychiatrischen Symptomen, kognitiven Defiziten, orofazialen Dyskinesien, autonomer Instabilität und generalisierter muskulärer Rigidität ist typisch für eine NMDAR-Enzephalitis. Der Nachweis einer ovariellen Teratome im TVUS unterstützt diese Diagnose.
Die lymphozytäre Pleozytose im Liquor und die unspezifischen Prodromi sprechen für eine Enzephalitis. Allerdings ist die virologische PCR (HSV, VZV) negativ.
Die ovariellen Raumforderung könnte ein Teratom oder ein anderer Tumor sein, der eine paraneoplastische Enzephalitis verursacht. Allerdings ist dies seltener als eine autoimmune Enzephalitis.
Die Kombination aus psychiatrischen Symptomen (akute schizophrene Psychose, Verfolgungswahn, kognitive Defizite), orofazialen Dyskinesien, autonomen Instabilitäten und dem Nachweis einer lymphozytären Pleozytose im Liquor sowie der ungewöhnlichen Raumforderung im rechten Ovar sprechen für diese Autoimmunerkrankung.
Die Kombination aus neurologischen Symptomen (generalisierter tonisch-klonischer Krampfanfall, somnolente Patientin), dem Nachweis einer lymphozytären Pleozytose im Liquor und dem Fehlen von fokal-neurologischen Defiziten könnte auf eine Neurozystizerkose hinweisen, insbesondere wenn die Patientin Kontakt mit dem Erreger hatte.
Die Kombination aus psychiatrischen Symptomen, Fieber, Kopfschmerzen und dem Nachweis einer lymphozytären Pleozytose im Liquor könnte auf eine Virusenzephalitis hinweisen, jedoch ist die negative virologische PCR (HSV, VZV) im Liquor ein wichtiger Ausschlusskriterium.
Die ungewöhnliche Raumforderung im rechten Ovar und die psychiatrischen Symptome könnten auf einen Ovarialtumor mit paraneoplastischer Enzephalitis hinweisen, insbesondere wenn die Patientin keine anderen Erklärungen für ihre Symptome hat.
Die rasche Progression der psychischen Symptome, die neurologischen Auffälligkeiten (Dyskinesien, Rigidität, Krampfanfall), die lymphozytäre Pleozytose im Liquor und die autonome Instabilität passen zu einer autoimmunen Enzephalitis. Das Fehlen von typischen Befunden im cMRT schließt eine solche Diagnose nicht aus.
Die Raumforderung am rechten Ovar, kombiniert mit den neurologischen Symptomen und der unspezifischen Entzündungsreaktion (erhöhtes CRP, Leukozyten), könnte auf ein paraneoplastisches Syndrom im Zusammenhang mit einem Ovarialkarzinom hindeuten. Die Dyskinesien und autonome Instabilität sind hierbei mögliche neurologische Manifestationen.
Trotz negativer PCR-Tests für HSV und VZV kann eine Enzephalitis durch andere, weniger häufige Viren oder durch einen bisher nicht identifizierten Erreger nicht ausgeschlossen werden. Die lymphozytäre Pleozytose im Liquor unterstützt diese Möglichkeit.
Die initiale Vorstellung mit psychotischen Symptomen könnte sekundär zu einer systemischen Erkrankung sein, die sich neurologisch manifestiert. Die Entzündungsparameter und die Raumforderung am Ovar könnten Hinweise darauf geben, auch wenn keine eindeutige Ursache identifiziert wurde.
Obwohl die Patientin keine regelmäßige Medikamenteneinnahme angibt, kann ein Serotoninsyndrom durch eine unbeabsichtigte Exposition oder Interaktion von Substanzen ausgelöst werden. Die Symptome wie Agitiertheit, autonome Instabilität (Tachykardie, Hypertonie) und muskuläre Rigidität passen dazu, allerdings ist die initiale psychotische Symptomatik weniger typisch.
Klinische Symptome wie orofaziale Dyskinesien, autonome Instabilität, rasch progrediente Wesensveränderungen und psychotische Episoden sind typisch für diese Autoimmunerkrankung. Die diskrete, kaum verschiebliche Resistenz im rechten Adnexbereich könnte auf ein Ovarialteratom als Auslöser hinweisen.
Die lymphozytäre Pleozytose im Liquor und die initialen grippeähnlichen Symptome sprechen für eine virale Genese. Die negative PCR schließt eine virale Enzephalitis nicht aus, da die Sensitivität abhängig von der Probenentnahmezeitpunkt und -technik ist.
Die ursprüngliche Diagnose einer akuten schizofrenen Psychose bleibt möglich, insbesondere wenn die somnolente Verfassung und die orofazialen Dyskinesien durch eine atypische Medikamentennebenwirkung oder einen somatischen Komorbiditätsfaktor (z.B. das Ovarialalteriom) bedingt sind.
Andere Autoimmun-Enzephalitiden können ähnliche Symptome wie die Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis aufweisen, jedoch ohne Ovarialalteriom als Auslöser. Die Diagnose würde eine weiterführende autoantikörperbasierte Diagnostik erfordern.
Die Kombination aus akuter psychiatrischer Symptomatik, neurologischen Befunden wie generalisierten Krampfanfällen, orofazialen Dyskinesien und der lymphozytären Pleozytose im Liquor spricht für eine Autoimmunencephalitis, insbesondere eine Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis.
Die akute schizophrene Psychose mit ausgeprägter Agitiertheit, Verfolgungswahn und kognitiven Defiziten passt zu einer Schizophrenie, jedoch sind die neurologischen Befunde und die Liquorbefunde eher untypisch.
Die grippeähnlichen Prodromi, die akute neurologische Verschlechterung und die lymphozytäre Pleozytose im Liquor sprechen für eine Virusencephalitis, obwohl die virologische PCR negativ ist.
Die inhomogene Raumforderung im rechten Ovar und die akute neurologische Symptomatik könnten auf ein paraneoplastisches Syndrom hinweisen, das durch ein Ovarialkarzinom verursacht wird.
Die unspezifischen Prodromi, die akute neurologische Verschlechterung und die autonome Instabilität könnten auf eine metabolische Enzephalopathie hinweisen, obwohl die Laborwerte im Großen und Ganzen unauffällig sind.
Die Patientin zeigt eine rasche Progression von psychiatrischen Symptomen wie Verfolgungswahn und kognitiven Defiziten, gefolgt von einem generalisierten tonisch-klonischen Krampfanfall und orofazialen Dyskinesien. Die lymphozytäre Pleozytose im Liquor und die Bildgebungsergebnisse unterstützen diese Diagnose.
Die unspezifischen Prodromi mit Kopfschmerzen und grippeähnlichen Symptomen sowie die lymphozytäre Pleozytose im Liquor sprechen für eine entzündliche Genese. Die negative virologische PCR im Liquor schließt eine Herpes-simplex-Enzephalitis jedoch nicht vollständig aus, da falsch-negative Ergebnisse möglich sind.
Die diskrete, kaum verschiebliche Resistenz im rechten Adnexbereich und die inhomogene Raumforderung im rechten Ovar im TVUS deuten auf eine mögliche maligne Ovarialläsion hin. Paraneoplastische Syndrome können psychiatrische Symptome und neurologische Defizite verursachen.
Die rasche Progression der Symptome und die lymphozytäre Pleozytose im Liquor sprechen für eine entzündliche Genese. Autoimmunenzephalitiden können ähnliche Symptome wie die Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis verursachen, jedoch mit anderen Antikörpern.
Die autonome Instabilität, die orofazialen Dyskinesien und die lymphozytäre Pleozytose im Liquor könnten auf eine neuropsychiatrische Manifestation eines SLE hinweisen. Die unspezifischen Prodromi und die rasche Progression der Symptome unterstützen diese Diagnose.
Die Patientin zeigt ausgeprägte orofaziale Dyskinesien und autonome Instabilität, die auf Nebenwirkungen eines Antipsychotikums hinweisen könnten, das sie zur Behandlung ihrer Psychose erhalten hat. Die Dyskinesien können auch durch einen plötzlichen Abbruch der Medikation entstehen.
Die Patientin hat grippeähnliche Symptome, Wesensveränderungen, Desorientiertheit und Schlafstörungen, was auf eine mögliche Enzephalitis hindeuten könnte. Die Liquorpunktion mit lymphozytärer Pleozytose und leicht erhöhtem Eiweiß unterstützt diesen Verdacht. Die negativen PCR-Ergebnisse für HSV und VZV schließen diese beiden häufigsten Ursachen für virale Enzephalitis nicht aus, andere Ursachen sollten in Betracht gezogen werden.
Der Befund des transvaginalen Ultraschalls weist auf eine Raumforderung am rechten Ovar hin, die möglicherweise ein Teratom oder ein anderes Ovarialtumor ist. Diese Diagnose würde die grippeähnlichen Symptome und Wesensveränderungen erklären, die durch hormonelle Veränderungen oder Entzündungen im Zusammenhang mit dem Tumor verursacht werden könnten. Die Dyskinesien und autonome Instabilität könnten sekundär sein und durch paraneoplastische Prozesse oder Medikamente verursacht werden.
Die Kombination aus psychotischen Symptomen, orofazialen Dyskinesien, autonomer Instabilität und Rigidität könnte auf ein neuroleptisches malignes Syndrom hinweisen, insbesondere wenn die Patientin Antipsychotika erhalten hat. Die grippeähnlichen Symptome sind jedoch untypisch für dieses Syndrom.
Die akute Agitiertheit, der Krampfanfall, die Kopfschmerzen und die lymphozytäre Pleozytose im Liquor können auf eine SAB hindeuten. Die autonome Instabilität und die Verfolgungswahn können ebenfalls mit einer SAB assoziiert sein. Die fehlende Kontrastmittelanreicherung im cMRT schließt eine akute Blutung im Gehirn jedoch nicht vollständig aus.
Die erhöhten CRP- und Leukozytenwerte, die Tachykardie, die Hypertonie und die generalisierte muskuläre Rigidität deuten auf eine Infektion hin. Die respiratorische Verschlechterung und die Agitiertheit können ebenfalls mit Sepsis einhergehen. Die Ovarialraumforderung könnte eine Ursache für die Sepsis sein.
Die lymphozytäre Pleozytose im Liquor kann auch bei einer viralen Meningitis auftreten. Die Agitiertheit, Desorientiertheit und Verfolgungswahn können neuropsychiatrische Symptome einer Meningitis sein. Die autonome Instabilität kann ebenfalls eine Rolle spielen.
Die Ovarialraumforderung im TVUS könnte auf eine Torsion oder einen Infarkt hindeuten, die zu Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen führen kann. Die neurologischen Symptome könnten durch eine Verengung der Gefäße oder eine ischämische Schädigung des Gehirns bedingt sein. Die Agitiertheit könnte durch Schmerzen und Angst ausgelöst werden.
Die initial vermutete schizophrene Psychose kann durch somatische Symptome wie Agitiertheit, Krampfanfall und autonome Instabilität manifestiert werden. Die Ovarialraumforderung könnte eine zufällige Entdeckung sein oder eine nicht diagnostizierte Ursache für die somatischen Symptome darstellen.
Die Patientin zeigt eine rapide progrediente Wesensveränderung, Desorientiertheit und Schlafstörungen, die auf eine zentrale Nervensystem-Erkrankung hindeuten. Die Liquorpunktion ergibt eine lymphozytäre Pleozytose und ein leicht erhöhtes Eiweiß, was auf eine Entzündung des Gehirns hinweist. Die virologische PCR im Liquor ist jedoch negativ, was eine HSE nicht ausschließt, da die PCR-Sensitivität bei HSE nicht immer ausreichend ist.
Die Patientin zeigt eine rapide progrediente Wesensveränderung, Desorientiertheit und Schlafstörungen, die auf eine zentrale Nervensystem-Erkrankung hindeuten. Die Liquorpunktion ergibt eine lymphozytäre Pleozytose und ein leicht erhöhtes Eiweiß, was auf eine Entzündung des Gehirns hinweist.
Die Patientin zeigt eine diskrete, kaum verschiebliche Resistenz im rechten Adnexbereich, die auf eine Ovarialzyste hinweist. Die Liquorpunktion ergibt eine lymphozytäre Pleozytose und ein leicht erhöhtes Eiweiß, was auf eine Entzündung des Gehirns hinweist. Die Ovarialzyste könnte ein Paraneoplastisches Syndrom auslösen, das zu einer zentralen Nervensystem-Erkrankung führt.
Die Patientin wurde ursprünglich wegen einer akuten schizophrenen Psychose aufgenommen, die jedoch durch die rapide progrediente Wesensveränderung, Desorientiertheit und Schlafstörungen und die Liquorpunktionsergebnisse nicht erklärt werden kann.
Der generalisierte tonisch-klonische Krampfanfall und die neurologischen Symptome, wie die generalisierte muskuläre Rigidität, sprechen für einen Status epilepticus, besonders in Kombination mit den respiratorischen Verschlechterungen.
Die akute schizophrene Psychose mit ausgeprägter Agitiertheit, Verfolgungswahn und kognitiven Defiziten, die sich in den letzten 14 Tagen entwickelt hat, könnte auf eine reaktive Psychose hinweisen, insbesondere in Kombination mit den prodromalen Symptomen wie Kopfschmerzen und grippeähnlichen Symptomen.
Die transvaginale Ultraschalluntersuchung zeigt eine inhomogene Raumforderung am rechten Ovar, die als Reaktive Neurologezyste interpretiert werden kann, besonders in Kombination mit den neurologischen Symptomen und den orofazialen Dyskinesien.
Obwohl die virologische PCR negativ ist, könnten viremische Symptome, wie sie bei Herpesvirus- oder Varizelleninfektionen auftreten können, die neurologischen und psychischen Symptome verursacht haben. Die orofazialen Dyskinesien und die autonome Instabilität könnten auf eine viremische Reaktion hinweisen.