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Gynäkologie/GeburtshilfekomplexKlinischer Text
Vorstellung/Aufnahmegrund: Die 42-jährige Patientin stellt sich in unserer gynäkologischen Ambulanz aufgrund einer seit etwa vier Monaten progredienten Zunahme des Bauchumfangs sowie einer begleitenden respiratorischen Belastungsdyspnoe vor. Zusätzlich berichtet sie über intermittierendes Herzrasen, verstärktes Schwitzen und einen ungewollten Gewichtsverlust von 5 kg in den letzten 8 Wochen bei paradoxerweise gesteigertem Appetit. Anamnese: G1/P1 (Spontanpartus vor 8 Jahren). Regelmäßiger Zyklus (28/4), keine Dysmenorrhö. Keine Voroperationen im Abdomen. Bekanntes leichtgradiges Asthma bronchiale (Bedarfsmedikation Salbutamol). Familienanamnese bezüglich Mamma- oder Ovarialkarzinomen ist leer. Die Patientin ist Nichtraucherin. Untersuchungsbefund: Patientin in leicht reduziertem Allgemeinzustand, tachykard (HF 114/min), normotensiv (125/80 mmHg). Abdomen deutlich vorgewölbt, diffus druckdolent im Unterbauch. Perkutorisch zeigt sich ein ausgeprägter Aszites (positives Undulationsphänomen). Palpatorisch imponiert im rechten Unterbauch eine etwa 8 cm große, derbe, nur eingeschränkt verschiebliche Raumforderung. Spekulumuntersuchung und Portio-Palpation unauffällig, kein Fluor. Laborwerte: Hämoglobin 11,8 g/dl, Leukozyten 9.200/µl, CRP 8 mg/l (Norm < 5). CA-125 deutlich erhöht mit 285 U/ml (Norm < 35). CEA, AFP und beta-hCG im Normbereich. Schilddrüsenparameter: TSH < 0,01 mU/l (supprimiert), fT3 8,6 pg/ml (erhöht), fT4 2,8 ng/dl (erhöht). TPO-Antikörper und TRAK negativ. Bildgebungsbefunde: Transvaginalsonographie: Rechtsseitig komplexe, teils solide, teils zystische Adnexraumforderung (7,8 x 6,5 cm) mit kräftiger Binnenvaskularisation. Ausgeprägter freier Aszites. Abdomen-CT: Bestätigung der ovariellen Raumforderung rechts mit inhomogenem Enhancement, keine Lymphadenopathie, keine peritonealen Metastasen erkennbar. Schilddrüsensonographie: Organ morphologisch unauffällig, normales Volumen (12 ml), keine Knoten, kein Hinweis auf Hypervaskularisation.
Ground Truth
D27hochHyperthyreose (TSH supprimiert, fT3/fT4 hoch) · Negative Schilddrüsen-Autoantikörper · Unauffällige Schilddrüsensonographie · Ovarielle Raumforderung · Aszites · CA-125 Erhöhung
C56mittelAszites · Komplexe Adnexraumforderung · Erhöhtes CA-125 · Gewichtsverlust
D27geringAszites · Solide ovarielle Raumforderung · Dyspnoe
E05.0geringHyperthyreose-Symptomatik · Gewichtsverlust
Modell-Ergebnisse (13)
Rechtsseitige komplexe, solide/zytische Raumforderung mit kräftiger Vaskularisation, ausgeprägter Aszites und stark erhöhtem CA‑125 passen klassisch zu einem fortgeschrittenen epithelialen Ovarialkarzinom.
Ovariale Tumormasse mit gleichzeitig ausgeprägter Hyperthyreose bei negativen TRAB/TPO‑Antikörperen, was auf ein hormonproduzierendes Ovarialgewebe (Struma ovarii) hinweist; CA‑125 kann sekundär erhöht sein.
Benigne ovale Raumforderung (Fibrom/Thekom) kann Aszites und Pleuraerguss verursachen; CA‑125 kann leicht erhöht sein, jedoch ist die CA‑125‑Markierung (285 U/ml) ungewöhnlich hoch für ein rein benignes Geschehen.
Aszites, diffuse Bauchschmerzen und leicht erhöhte Entzündungsparameter können bei tuberkulöser Peritonitis auftreten; das stark erhöhte CA‑125 und die hyperthyreotischen Befunde passen jedoch weniger gut.
Die Kombination aus einer komplexen, solid-zystischen Adnexraumforderung mit erhöhtem CA-125, progredientem Aszites und paradoxem Gewichtsverlust bei gesteigertem Appetit ist hochverdächtig für ein malignes Ovarialkarzinom.
Die supprimierten TSH- und erhöhten fT3/fT4-Werte bei Tachykardie, Herzrasen, Schwitzen und Gewichtsverlust beweisen eine Hyperthyreose, die den Aszites und die Dyspnoe durch eine hochgradige Herzinsuffizienz erklären könnte.
Ein benigner, solider Ovarialtumor (hier derbe Raumforderung) kann in seltenen Fällen ein Meigs-Syndrom mit Aszites und Pleuraerguss (hier als Dyspnoe manifestiert) verursachen, wobei die Hyperthyreose ein Zufallsbefund wäre.
Eine seltene, funktionelle Struma ovarii als Teil eines Teratoms könnte sowohl die ovarielle Raumforderung als auch die Hyperthyreose mit den entsprechenden systemischen Symptomen erklären.
Die Kombination aus einer komplexen, solid-zystischen Adnexraumforderung mit erhöhtem CA-125 und einem ausgeprägten Aszites bei einer Patientin im perimenopausalen Alter ist hochverdächtig für ein fortgeschrittenes Ovarialkarzinom.
Die Symptome Herzrasen, Schwitzen, Gewichtsverlust trotz Heißhunger sowie die laborchemisch nachgewiesene Schilddrüsenüberfunktion mit supprimiertem TSH und erhöhten Schilddrüsenhormonen sprechen für eine Hyperthyreose, am ehesten Morbus Basedow, obwohl TRAK negativ sind.
Ein benigner, solider ovarieller Tumor wie ein Fibrom kann mit Aszites und selten auch mit Dyspnoe (Pseudo-Meigs-Syndrom) einhergehen, was die Symptome erklären würde, jedoch ist der CA-125-Anstieg dabei untypisch.
Der massive Aszites bei Nachweis einer Adnexmasse könnte auch auf eine peritoneale Metastasierung eines extraovariellen Primärtumors hinweisen, jedoch sind CEA und AFP unauffällig und das CT zeigt keine weiteren Hinweise.
Die Patientin präsentiert eine komplexe Adnexraumforderung mit Aszites und erhöhtem CA-125, was typisch für ein Ovarialkarzinom ist.
Die Laborwerte zeigen eine supprimierte TSH und erhöhte fT3 und fT4 Werte, was auf eine Hyperthyreose hinweist. Die Symptome wie Herzrasen, Schwitzen und Gewichtsverlust unterstützen diese Diagnose.
Die Adnexraumforderung könnte auch benigne sein, jedoch sprechen der komplexe sonographische Befund und das erhöhte CA-125 eher gegen eine einfache benigne Zyste.
Die Patientin zeigt eine deutlich erhöhte CA-125-Konzentration, eine komplexe Adnexraumforderung rechts mit kräftiger Binnervaskularisation in der Transvaginalsonographie und einen ausgeprägten Aszites, was auf ein Ovarialkarzinom hinweist.
Die Patientin hat supprimierte TSH-Werte, erhöhte fT3- und fT4-Werte, was auf eine Hyperthyreose hinweist, jedoch fehlen spezifische Symptome und die Schilddrüsensonographie zeigt keine Auffälligkeiten.
Die Patientin zeigt eine Adnexraumforderung rechts, jedoch könnte dies auch eine benigne Ovarialzyste oder ein -tumor mit sekundärer Aszitesbildung sein, insbesondere wenn man die Laborwerte und die Bildgebungsbefunde berücksichtigt.
Obwohl die Bildgebungsbefunde keine peritonealen Metastasen erkennen lassen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Adnexraumforderung und der Aszites auf Metastasen eines anderen Primärtumors zurückzuführen sind, insbesondere wenn man die ungewöhnliche Kombination von Symptomen und Befunden berücksichtigt.
Es gibt auch andere abdominelle Erkrankungen, die mit Aszites einhergehen können, wie z.B. Leberzirrhose oder portale Hypertension, jedoch fehlen spezifische Anzeichen und Befunde in der Anamnese und den Untersuchungsergebnissen.
Die Kombination aus Adnexraumforderung, Aszites, erhöhtem CA-125 und Gewichtsverlust deutet stark auf ein Ovarialkarzinom hin, auch wenn CEA, AFP und beta-hCG normal sind. Die Raumforderung ist zudem inhomogen und vaskularisiert.
Die stark supprimierten TSH-Werte und die erhöhten fT3- und fT4-Werte weisen auf eine Hyperthyreose hin. Diese kann zu Gewichtsverlust, Tachykardie und Schwitzen führen, was mit den Symptomen der Patientin übereinstimmt.
Die Raumforderung im rechten Unterbauch und der Aszites könnten im Rahmen einer fortgeschrittenen Endometriose mit Ovarialzystenbildung auftreten. Allerdings erklärt dies nicht vollständig den Gewichtsverlust und die Hyperthyreose.
Die sonographisch beschriebene komplexe, zystische Raumforderung könnte ein seröses Zystadenom sein, welches sich maligne transformiert hat. Dies würde die Raumforderung, den Aszites und den erhöhten CA-125 erklären.
Obwohl keine Fernmetastasen in der CT sichtbar sind, kann der Aszites und die Raumforderung Ausdruck einer peritonealen Karzinose sein, deren Primärtumor noch nicht identifiziert wurde. Dies ist weniger wahrscheinlich, da die Bildgebung keine eindeutigen Hinweise auf Metastasen liefert.
Hohe CA-125-Werte, komplexe Adnexraumforderung mit kräftiger Binnenvaskularisation in der Sonographie und CT-Befunden, die für ein malignes Ovarialtumor sprechen. Aszites und Gewichtsverlust unterstützen diese Annahme.
Supprimierte TSH-Werte bei gleichzeitig erhöhten fT3- und fT4-Werten deuten auf eine Hyperthyreose hin. Symptome wie Tachykardie, Schwitzen und Gewichtsverlust trotz erhöhtem Appetit können mit einer Schilddrüsenkrise vereinbar sein, obwohl die Schilddrüsensonographie unauffällig ist.
Die Adnexraumforderung könnte auch durch andere, potenziell benignere oder maligne, aber seltenere Tumoren verursacht werden. Die CA-125-Erhöhung ist nicht spezifisch für Ovarialkarzinome, und die Bildgebungsbefunde allein sind nicht ausreichend, um diese Optionen auszuschließen.
Das Meigs-Syndrom ist eine seltene Erkrankung, die durch einen benignen Ovarialtumor, Aszites und Pleuraerguss gekennzeichnet ist. Die Symptome und einige Befunde könnten hiermit vereinbar sein, aber die hohe CA-125-Konzentration und die Echogenizität der Raumforderung sprechen eher gegen diese Diagnose.
Die progrediente Zunahme des Bauchumfangs, der ausgeprägte Aszites, die komplexe, teils solide, teils zystische Raumforderung im rechten Unterbauch und die erhöhte CA-125 spricht für ein ovariales Karzinom.
Die Symptome Herzrasen, verstärktes Schwitzen, Gewichtsverlust bei gesteigertem Appetit sowie die supprimierte TSH und erhöhten fT3 und fT4 Werte sind charakteristisch für eine Hyperthyreose.
Die komplexe, teils solide, teils zystische Raumforderung im rechten Unterbauch könnte auch ein benignes Ovarialzystom sein, insbesondere wenn keine Metastasen oder Lymphadenopathie nachgewiesen werden.
Die progrediente Bauchumfangszunahme, der ausgeprägte Aszites und die erhöhte CA-125 könnten auch auf eine peritoneale Karzinomatosis hinweisen, obwohl keine peritonealen Metastasen in der CT sichtbar sind.
Die diffus druckdolende Bauchdecke, der ausgeprägte Aszites und die leicht erhöhte CRP könnten auch auf eine infektiöse Peritonitis hindeuten, obwohl dies weniger wahrscheinlich ist ohne weitere Infektionszeichen.
Die Patientin zeigt eine progrediente Zunahme des Bauchumfangs, respiratorische Belastungsdyspnoe, ungewollten Gewichtsverlust und einen deutlich erhöhten CA-125-Wert. Die transvaginale Sonographie und das Abdomen-CT zeigen eine komplexe, teils solide, teils zystische Adnexraumforderung mit kräftiger Binnenvaskularisation und freiem Aszites.
Die Schilddrüsenparameter zeigen eine Suppression des TSH und erhöhte fT3- und fT4-Werte, was auf eine Hyperthyreose hinweist. Die Schilddrüsensonographie ist unauffällig, was eine Schilddrüsenüberfunktion durch eine Struma ovarii nahelegt.
Die Patientin zeigt unspezifische Symptome wie Gewichtsverlust, Appetitsteigerung und Aszites. Der CEA-Wert ist im Normbereich, was ein Magenkarzinom weniger wahrscheinlich macht, aber nicht ausschließt.
Die Patientin hat eine komplexe Adnexraumforderung und Aszites. Endometriose kann ähnliche Symptome verursachen, ist aber weniger wahrscheinlich aufgrund des erhöhten CA-125-Werts und der spezifischen Bildgebungsbefunde.
Die Patientin zeigt unspezifische Symptome wie Gewichtsverlust, Schwitzen und Aszites. Eine Tuberkulose kann diese Symptome verursachen, ist aber weniger wahrscheinlich aufgrund der spezifischen Bildgebungsbefunde und des erhöhten CA-125-Werts.
Antwort konnte nicht geparst werden
Die progrediente Bauchwassersucht, die ovarielle Raumforderung mit kräftiger Binnenvaskularisation, der erhöhte CA-125 Wert und die respiratorische Dyspnoe sind suggestive Symptome für ein Ovarialkarzinom. Die Größe der Raumforderung (8 cm) und die Aszitesbildung unterstützen diese Diagnose.
Die deutlich erhöhten Schilddrüsenhormone (TSH supprimiert, fT3 und fT4 erhöht) in Kombination mit der ovariellen Raumforderung können auf ein Schilddrüsenkarzinom hindeuten, das eine Stoffwechselstörung verursacht und eine Metastase in die Ovarien ausgelöst hat. Dies ist jedoch weniger wahrscheinlich als ein reines Ovarialkarzinom.
Obwohl die Raumforderung als komplex und derb beschrieben wird, kann ein sehr großer und komplizierter Endometriom mit Aszites und Gewichtsverlust in seltenen Fällen eine ähnliche klinische Präsentation aufweisen. Die erhöhten Schilddrüsenhormone sind hier jedoch nicht erklärbar.
Ein Peritoneumkarzinom kann ebenfalls zu Aszites und einer Bauchwassersucht führen. Die ovarielle Raumforderung könnte eine Begleiterscheinung oder eine separate Erkrankung sein. Die erhöhten Schilddrüsenhormone sind hier jedoch nicht erklärbar.
Es ist möglich, dass die ovarielle Raumforderung eine Metastase einer anderen nicht identifizierten Krebserkrankung darstellt. Die erhöhten Schilddrüsenhormone könnten auf eine zugrundeliegende Schilddrüsenerkrankung oder eine andere Stoffwechselstörung hindeuten, die mit der Metastasierung in die Ovarien einhergeht. Die fehlende Familienanamnese für Mamma- oder Ovarialkarzinome macht diese Diagnose weniger wahrscheinlich, schließt sie aber nicht aus.
Die deutlich erhöhte CA-125-Wert und die Befunde aus der Transvaginalsonographie und dem Abdomen-CT deuten auf ein Ovarialkarzinom hin. Die komplexe, teils solide, teils zystische Adnexraumforderung mit kräftiger Binnenvaskularisation ist ein typisches Bild für ein Ovarialkarzinom.
Die Befunde aus der Transvaginalsonographie und dem Abdomen-CT könnten auch auf eine Eierstockzyste hinweisen, insbesondere wenn man die komplexe, teils solide, teils zystische Adnexraumforderung betrachtet. Allerdings ist die CA-125-Wert deutlich erhöht, was für eine Eierstockzyste weniger typisch ist.
Die erhöhten Schilddrüsenparameter (fT3 und fT4) und die supprimierte TSH-Wert deuten auf eine Schilddrüsenüberfunktion hin. Die Befunde aus der Schilddrüsensonographie sind jedoch unauffällig, was ein Schilddrüsenkarzinom weniger wahrscheinlich macht.
Die Symptome wie Bauchumfangszunahme, respiratorische Belastungsdyspnoe, Herzrasen und verstärktes Schwitzen könnten auch auf ein Pankreaskarzinom hinweisen. Allerdings fehlen spezifische Befunde, die auf ein Pankreaskarzinom schließen lassen.
Erhöhte CA-125-Werte, komplexe, teils solide, teils zystische Raumforderung rechts, ausgeprägter Aszites und typische Bildgebungsbefunde.
Komplexe, teils solide, teils zystische Raumforderung rechts, ausgeprägter Aszites, aber ohne Hinweise auf maligne Veränderungen.
Erhöhte CA-125-Werte, komplexe Raumforderung rechts, aber ohne klare Hinweise auf eine primäre Tumorgeneration.
Erhöhte TSH, fT3 und fT4-Werte, aber negative TPO-Antikörper und TRAK, was eher auf eine hyperthyreoidische Erkrankung hinweist, nicht auf eine maligne Tumorgeneration.