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qa_043

Psychiatrie/Psychosomatikmittel

Frage

Eine 34-jährige Patientin stellt sich aufgrund einer seit sechs Tagen anhaltenden Phase gesteigerten Antriebs vor. Sie berichtet, mit nur vier Stunden Schlaf pro Nacht auszukommen, sich 'leistungsfähiger denn je' zu fühlen und habe in der letzten Woche impulsiv einen Leasingvertrag für einen teuren Sportwagen unterschrieben, den sie sich finanziell nicht leisten könne. In der Anamnese finden sich drei depressive Episoden; eine frühere Behandlung mit Citalopram wurde wegen 'massiver innerer Unruhe' abgebrochen. Eine stationäre psychiatrische Aufnahme war bisher nie erforderlich, und die Patientin geht weiterhin ihrer Arbeit nach, obgleich Kollegen ihr auffällig redseliges und distanzloses Verhalten kritisieren. Es finden sich keine Hinweise auf Wahnideen oder Halluzinationen.

A)Bipolar-I-Störung
B)Bipolar-II-Störung
C)Zyklothymia
D)Borderline-Persönlichkeitsstörung
E)Schizoaffektive Störung

Ground Truth

Richtige Antwort:B

Die Symptomatik mit gesteigertem Antrieb, vermindertem Schlafbedürfnis und Impulsivität über mindestens vier Tage ohne schwere soziale Beeinträchtigung oder Hospitalisierung spricht für eine hypomane Episode. Zusammen mit den anamnestisch bekannten depressiven Episoden und dem fehlenden Nachweis einer voll ausgeprägten Manie (Bipolar-I) ergibt sich die Diagnose einer Bipolar-II-Störung.

Modell-Ergebnisse (13)

Die Patientin zeigt Symptome einer hypomanen Episode (gesteigerter Antrieb, vermindertes Schlafbedürfnis, impulsives Verhalten) und hat in der Vergangenheit depressive Episoden erlebt, was die Diagnose einer Bipolar-II-Störung nahelegt, da bei ihr keine manischen Episoden mit deutlicher Beeinträchtigung der sozialen oder beruflichen Funktionsfähigkeit oder mit Notwendigkeit einer stationären Behandlung aufgetreten sind.

B

Die Patientin zeigt ein mindestens 4‑tägiges hypomanisches Bild (verminderter Schlaf, gesteigerter Antrieb, Impulsivität) und hat mehrere depressive Episoden, ohne Anzeichen einer voll ausgeprägten Manie, was typisch für eine Bipolar‑II‑Störung ist.

B

Die Symptome beschreiben eine hypomanische Episode (gesteigerter Antrieb, reduzierter Schlafbedarf, gesteigertes Selbstwertgefühl, leichtsinniges Verhalten ohne psychotische Symptome) bei einer Patientin mit rezidivierenden depressiven Episoden, was die Kriterien einer Bipolar-II-Störung erfüllt.

B

Die Patientin zeigt Symptome einer hypomanen Episode, wie gesteigerter Antrieb, verringertes Schlafbedürfnis und impulsives Verhalten, ohne Hinweise auf manische Episoden oder psychotische Symptome, was auf eine Bipolar-II-Störung hindeutet.

B

Die Symptome beschreiben eine hypomanische Episode (gesteigerter Antrieb, reduziertes Schlafbedürfnis, Impulsivität ohne psychotische Symptome) bei einer Patientin mit Vorgeschichte von depressiven Episoden, was die Diagnose einer Bipolar-II-Störung charakterisiert.

B

Die Patientin zeigt Symptome einer hypomanen Episode mit gesteigertem Antrieb, verminderter Schlafbedürfnis und impulsivem Verhalten, ohne jedoch Wahnideen oder Halluzinationen zu haben. Die Vorgeschichte von depressiven Episoden und die Unverträglichkeit von Citalopram deuten auf eine Bipolar-II-Störung hin.

B

Die Patientin zeigt eindeutige Anzeichen eines hypomanen Episods, kombiniert mit einer Geschichte von depressiven Episoden, was für eine Bipolar-II-Störung spricht.

B

Die Patientin zeigt eine hypomanische Episode (gesteigerter Antrieb, vermindertes Schlafbedürfnis, Impulsivität) im Kontext einer Vorgeschichte von depressiven Episoden. Eine Bipolar-II-Störung ist am wahrscheinlichsten, da keine manifeste manische Episode mit psychotischen Merkmalen vorliegt.

Fehler

API-Fehler

A

Die beschriebene Symptomatik mit Hypomanie (gesteigerter Antrieb, reduzierter Schlafbedarf, Impulsivität) und einer Vorgeschichte von Depressionen deutet am ehesten auf eine Bipolar-I-Störung hin. Die Symptome überschreiten die Kriterien für eine normale Stimmungsschwankung und verursachen deutliche Beeinträchtigungen.

B

Die Kriterien für eine Bipolar-I-Störung sind nicht erfüllt, da keine manischen Episoden vorliegen, sondern eine Hypomanie. Eine Zyklothymia (C) ist ausgeschlossen, da es sich nicht um eine Persistenz einer chronischen Stimmungslabilität handelt. Die Abwesenheit von Wahnideen und Halluzinationen spricht gegen eine Schizoaffektive Störung (E) und eine Borderline-Persönlichkeitsstörung (D), da keine Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen, Selbstbild oder Affekten erwähnt wird.

B

Die Patientin zeigt Symptome einer manischen Phase, die sich durch gesteigerten Antrieb, Redseligkeit und impulsives Verhalten charakterisiert sind. Diese Symptome sind typisch für eine Bipolar-II-Störung, bei der manische Phasen ohne psychotische Symptome auftreten können, während depressive Phasen häufiger sind.

A

Die Patientin zeigt eindeutige Symptome einer Manie, wie z.B. gesteigerter Antrieb, erhöhte Leistungsfähigkeit, impulsives Verhalten und reduzierte Schlafbedarf. Die depressive Episode in der Vergangenheit und die Abbruch der Citalopram-Therapie wegen innerer Unruhe deuten auf eine mögliche Bipolare Störung hin. Die fehlenden Hinweise auf Wahnideen oder Halluzinationen sprechen gegen eine Schizoaffektive Störung.

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