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KardiologieKlinischer Text
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wir berichten über Herrn Werner Schmidt, der sich vom 12.08. bis 20.08. aufgrund einer dekompensierten chronischen Herzinsuffizienz (HFrEF, LVEF 32 %) in unserer stationären Behandlung befand. Der Patient stellte sich mit ausgeprägten Unterschenkelödemen und einer Belastungsdyspnoe bereits bei minimaler Anstrengung (NYHA III) vor. Im klinischen Verlauf erfolgte initial eine forcierte Diurese mittels Furosemid-Infusion, worunter eine effektive Rekompensation und ein Gewichtsverlust von 5.5 kg erzielt werden konnte. Die Medikation wurde im Verlauf auf eine orale Gabe umgestellt. Parallel optimierten wir die leitliniengerechte Herzinsuffizienz-Therapie durch Anpassung des Beta-Blockers und des ACE-Hemmers. Bei bekanntem permanentem Vorhofflimmern führten wir die bestehende orale Antikoagulation fort. Ein vorbestehender Diabetes mellitus Typ 2 war unter einer basalunterstützten oralen Therapie (BOT) mit Insulin Glargin stabil eingestellt. Die arterielle Hypertonie zeigte sich unter der kombinierten Medikation zuletzt im normotensiven Bereich. Der Patient wird in klinisch kompensiertem Zustand in Ihre weitere ambulante Betreuung entlassen. Entlassmedikation: - Bisoprolol 5 mg: 1-0-0 p.o. - Ramipril 2.5 mg: 1-0-1 p.o. - Apixaban 5 mg: 1-0-1 p.o. - Furosemid 40 mg: 1-1-0 p.o. - Insulin Glargin: 0-0-0-16 IE s.c. - Glyceroltrinitrat-Spray 0.4 mg: bei Bedarf s.l.