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Gynäkologie/GeburtshilfeKlinischer Text
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wir berichten über Frau Elfriede M. (72 J.), die sich vom 12.05. bis 25.05. zur operativen Therapie eines fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms (FIGO IIIC) in unserer stationären Behandlung befand. Diagnostisch zeigten sich neben dem Malignom eine arterielle Hypertonie, ein bekanntes Vorhofflimmern, ein insulinpflichtiger Diabetes mellitus Typ 2 sowie ein chronisches Schmerzsyndrom bei degenerativen Wirbelsäulenveränderungen. Nach erfolgter Zytoreduktion mit Hysterektomie, Adnektomie beidseits und Omentektomie zeigte sich ein regelrechter postoperativer Verlauf. Die Patientin war kardiopulmonal stabil; das Vorhofflimmern ist unter der Medikation mit Apixaban und Metoprolol gut frequenzkontrolliert. Der Diabetes wurde perioperativ auf eine Kombination aus Metformin und einem Basalinsulin (Glargin) zur Nacht eingestellt. Aufgrund einer postoperativen Anämie (Hb 8.1 g/dl) wurde am Entlassungstag eine Eisen-Infusion verabreicht. Die Schmerztherapie wurde auf ein WHO-Stufe-III-Schema mit Oxycodon/Naloxon und Metamizol umgestellt. Unter Pantoprazol erfolgte ein begleitender Magenschutz. Die Patientin wird in stabilem Allgemeinzustand nach Hause entlassen. Therapie bei Entlassung: - Metoprololsuccinat 47.5 mg (1-0-0 p.o.) - Apixaban 5 mg (1-0-1 p.o.) - Metformin 500 mg (1-0-1 p.o.) - Metamizol 500 mg (1-1-1-1 p.o.) - Oxycodon/Naloxon 10 mg/5 mg (1-0-1 p.o.) - Pantoprazol 40 mg (1-0-0 p.o.) - Insulin Glargin 14 IE (0-0-0-1 s.c.) - Eisen-Carboxymaltose 500 mg (einmalig i.v. am 25.05.)