med_008
Psychiatrie/PsychosomatikKlinischer Text
Der Patient wurde uns zur stationären Behandlung bei einer schweren depressiven Episode (ICD-10: F33.2) im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung zugewiesen. Initial zeigte sich ein ausgeprägtes depressives Kernsyndrom mit psychomotorischer Hemmung, Anhedonie und diffuser Angstsymptomatik (F41.1). Unter der kombinierten psychopharmakologischen Therapie mit Sertralin und niedrigdosiertem Quetiapin zur Nacht konnte eine deutliche Stimmungsaufhellung sowie eine Stabilisierung des Schlafrhythmus erreicht werden. Die vorbestehende arterielle Hypertonie und der Diabetes mellitus Typ 2 (E11.9) wurden unter Fortführung der Medikation mit Ramipril und Metformin sowie einer basalunterstützten oralen Therapie (BOT) mittels Insulin Glargin stabil geführt. Im Rahmen der körperlichen Rekonstitution erfolgte zudem eine i.m. Applikation von Vitamin B12 bei laborchemischem Mangel sowie bei Aufnahme eine einmalige i.v. Infusion von 500 ml Vollelektrolytlösung zur Rehydratation. Die Entlassung erfolgt in die ambulante psychiatrische Weiterbehandlung bei deutlich gebessertem psychischem Befund. Therapie bei Entlassung: - Sertralin 100 mg (1-0-0 p.o.) - Quetiapin 25 mg (0-0-0-1 p.o.) - Ramipril 5 mg (1-0-0 p.o.) - Metformin 1000 mg (1-0-1 p.o.) - Insulin Glargin 14 IE (0-0-0-1 s.c.) - Bedarfsmedikation: Lorazepam 1 mg (p.o. bei Bedarf bei massiven Unruhezuständen, max. 2 mg/d).