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OnkologieKlinischer Text
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wir berichten über Herrn Klaus M., der sich zur Durchführung des 4. Zyklus einer Immuntherapie bei metastasiertem NSCLC (Adenokarzinom, cT3 cN2 M1b, ossär) in unserer stationären Obhut befand. Die Gabe von Pembrolizumab erfolgte protokollgemäß und wurde ohne akute Infusionsreaktionen vertragen. Im Vordergrund des Aufenthaltes standen die Optimierung der analgetischen Therapie bei progredienter ossärer Metastasierung sowie die Rekalibrierung der Begleitmedikation bei Multimorbidität. Diagnostisch bestätigte sich eine neu aufgetretene tiefe Beinvenenthrombose (TVT) links, weshalb wir eine therapeutische Antikoagulation einleiteten. Die vorbekannte chronische Niereninsuffizienz (Stadium IIIb) limitierte hierbei die medikamentösen Optionen. Bezüglich des Diabetes mellitus Typ 2 kam es unter der notwendigen Steroid-Prämedikation zu postprandialen Hyperglykämien, die eine Anpassung des Basalinsulins erforderten. Die ossäre Schmerzsituation konnte durch eine Umstellung auf eine retardierte Opioidgabe in Kombination mit Metamizol stabilisiert werden. Zur Osteoprotektion erhielt der Patient zudem eine s.c.-Injektion von Denosumab. Wir entlassen den Patienten in einem stabilen Allgemeinzustand. Medikation bei Entlassung: - Ramipril 5 mg (1-0-0 p.o.) - Apixaban 5 mg (1-0-1 p.o.) - Oxycodon/Naloxon 20/10 mg (1-0-1 p.o.) - Metamizol 500 mg (1-1-1-1 p.o.) - Pantoprazol 40 mg (1-0-0 p.o.) - Insulin Glargin 24 IE (0-0-1 s.c.) - Denosumab 120 mg (s.c., alle 4 Wochen)