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KardiologieKlinischer Text
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wir berichten über Herrn Müller, der sich am 12.10. mit zunehmender Belastungsdyspnoe und peripheren Ödemen vorstellte. Kardiologisch zeigte sich eine dekompensierte chronische Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (LVEF 32%). Unter initialer Diurese mittels Furosemid-Perfusor (20mg/h i.v.) und späterer Umstellung auf orale Gabe gelang eine Rekompensation mit Gewichtsabnahme von 6 kg. Diagnosen: 1. Chronische Herzinsuffizienz (HFrEF, NYHA III). 2. Koronare Herzkrankheit (Z.n. PCI 2019). 3. Arterielle Hypertonie. 4. Diabetes mellitus Typ 2. 5. Chronische Niereninsuffizienz Stadium IIIa. Die Medikation wurde leitliniengerecht optimiert. Aufgrund der eingeschränkten Nierenfunktion erfolgte eine vorsichtige Titration von Sacubitril/Valsartan. Zur Blutzuckereinstellung wurde bei begonnener SGLT2-Inhibitor-Therapie das Basalinsulin angepasst. Aufgrund eines begleitenden Eisenmangels (Ferritin 45 ng/ml) verabreichten wir am 18.10. eine einmalige Infusion von Eisen-Carboxymaltose 1000 mg i.v. Entlassmedikation: - Sacubitril/Valsartan 24/26 mg: 1-0-1 (p.o.) - Bisoprolol 5 mg: 1-0-0 (p.o.) - Spironolacton 25 mg: 1-0-0 (p.o.) - Empagliflozin 10 mg: 1-0-0 (p.o.) - Insulin Glargin (100 E/ml): 0-0-0-14 IE (s.c.) - ASS 100 mg: 1-0-0 (p.o.) - Pantoprazol 20 mg: 1-0-0 (p.o.) - Eisen-Carboxymaltose 1000 mg: einmalig am 18.10. (i.v. Infusion)